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Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeitsmanagement Auditor

Meilenstein 2019: Erfolgreiches Zertifizierungsaudit für den „ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften“

Eines von vielen Highlights in diesem Jahr war die E&Z-Audit-Premiere im November. Zwei Tage lang wurden wir vom externen Auditor durchleuchtet, unsere Nachhaltigkeitsstrategie und unser Nachhaltigkeitsmanagement wurden dabei intensiv geprüft. Dabei wurden unsere Leistungen entlang der drei Säulen von Nachhaltigkeit überprüft: Neben Themen wie Personalentwicklung, nachhaltige Beschaffung oder regionales Engagement stand dabei auch die Klimabilanz im Fokus. Denn E&Z ist Teil der Initiative „ZNU goes Zero“ und wirtschaftet bereits heute klimaneutral.

Die Mühe hat sich gelohnt

Die Köpfe haben geraucht, aber die Mühe hat sich gelohnt: Der ebenso gründliche wie freundliche Auditor zeigte sich sehr zufrieden mit unseren Aktivitäten und Plänen. Noch warten wir gespannt auf den Auditbericht und die Einschätzung des ZNU als Standardgeber. Damit ist der „ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften“ ist in greifbare Nähe gerückt!

Gerade im Bereich der Nachhaltigkeitskommunikation halten wir Glaubwürdigkeit für grundlegend wichtig. Daher ist es für uns folgerichtig, nicht nur unsere Kunden in dieser Hinsicht zu beraten, sondern auch unser eigenes nachhaltiges Handeln überprüfbar und systematisch zu gestalten. Dieser Prozess ist mit der ZNU-Zertifizierung, die voraussichtlich im ersten Quartal 2020 ansteht, keineswegs zu Ende. Denn das Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) legt in seinen Standard-Vorgaben besonderen Wert auf Weiterentwicklung und die Dokumentation von Fortschritten. Entsprechend werden unsere Verbesserungen wie auch die Umsetzung unserer Ziele schon im Herbst 2020 erneut extern überprüft – nach dem Audit ist eben vor dem Audit!

Nachhaltigkeitskommunikation: Auf in die Debatte über Klimaneutralität!

Das Klimapaket zeigt die Relevanz von nachhaltigerem Wirtschaften. Was das Klimaschutzpaket für Unternehmen und die Nachhaltigkeitskommunikation bedeutet?

Der 20. September 2019 und die Wochen davor und danach stellen in der Historie der Debatte um Nachhaltigeres Wirtschaften ein einschneidendes Ereignis dar. Noch nie wurde in Deutschland so intensiv und so kontrovers über ein umweltpolitisches Maßnahmenpaket der Regierung diskutiert, wie über das Klimapaket der Bundesregierung: In TV, Hörfunk, Print und nicht zuletzt in den sozialen Medien. Auf einen Punkt und passend dazu brachte es Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in einer Talkshow-Runde: „Klimaschutz steht jetzt täglich auf der Agenda.“

Das Klimapaket der Bundesregierung und der Aufruf für nachhaltigeres Wirtschaften

Erinnern wir uns noch einmal: Begleitet von den wiederkehrenden Protesten der „Fridays for Future“-Bewegung versuchen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Umweltverbände und viele andere Teile der Gesellschaft, Meinungshoheit über ein Thema zu bekommen, das vielschichtig ist und in dem einfache Lösungsmodelle – seien sie noch so verlockend – nicht greifen. Das Ergebnis ist das kürzlich verabschiedete Klimaschutzpaket. Das Gesetz zeigt jedoch deutlich: Weder lösen allein der zügige Umstieg auf automobile E-Mobilität, bessere Wärmedämmung noch Fleischverzicht oder höhere Kerosinsteuern ein globales Thema, bei dem es darum geht, CO2-Emissionen egal wo auf der Welt sehr rasch zu minimieren. Klar ist aber auch: Jeder trägt Verantwortung für nachhaltiges Handeln, auch die Wirtschaft. Und die ist – wenn es nach den Bürgern geht – am ehesten gefordert. Dies zeigte auch die bemerkenswerte Studie des rheingold salons im Auftrag der Heinz Lohmann Stiftung aus dem Jahr 2015. Darin heißt es auf Seite 6: „Bei wichtigen gesellschaftlichen Themen, wie CO2-Ausstoß oder Energiewende, sahen die Bürger vor allem Politik und Wirtschaft in der Pflicht (71 % bzw. 78 %), nicht sich selbst (17 % bzw. 8 %).“ Mit anderen Worten: Die Wirtschaft soll es bei der Klimakrise richten.

Klimaneutrales Wirtschaften ist kein Thema, das die „Fridays for Future“-Bewegung erfunden hat. Es wird schon lange darüber gesprochen, wie man CO2-Emissionen reduzieren kann. Trotz Klimakonferenzen und vieler Appelle prominenter Wissenschaftler oder Politiker an mehr Nachhaltigkeit im Alltag – ich erinnere nur an den Film des früheren US-Vizepräsidenten Al Gore von 2006 (!) – blieben weitreichende Handlungen von Regierungen, die zu den Top 10-CO2-Verursachern zählen, aus. Insofern ist die Kritik junger Leute an Freitagen nichts anders als der Ärger über fehlendes Tun.

Erkenntnisse für die Nachhaltigkeitskommunikation

Daraus leiten sich zwei Dinge und eine Prognose für Nachhaltigkeit im Unternehmen ab:

  1. Jedes Unternehmen muss für sich eine klare Position beim klimaneutralen Wirtschaften einnehmen. Wer keine Agenda für die Nachhaltigkeitskommunikation hat, ist Politik, kritischen Kunden und Medien hilflos ausgeliefert. Sprachlosigkeit ist unsouverän.
  2. Diejenigen Firmen, die heute schon klimaschonender oder -neutral unterwegs sind und im Sinne des nachhaltigeren Wirtschaftens agieren, sollten sich aus der Deckung wagen. Sie können dabei gewinnen, wenn sie ein paar einfache Kommunikationsgrundsätze bei der Nachhaltigkeitskommunikation beachten
  3. Die Greenwashing-Debatte wird wieder neu aufflammen. NGOs werden die Klimaversprechen der Unternehmen verifizieren. Und sie werden die Dienstleistungen der Klimadienstleister und mit ihnen verknüpften Labels hinterfragen. Von daher wird es für eine zukunftsgerichtete, mutige Unternehmenskommunikation unverzichtbarer werden, Nachhaltigkeit zu kommunizieren.

Die Debatte ist im Gang. Bringen Sie sich ein und verleihen Sie dem Teil der Wirtschaft eine Stimme, der nachhaltigeres Wirtschaften zurecht als kritischen Erfolgsfaktor betrachtet.