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Von Bildern, einem Mechaniker und der nötigen Gelassenheit

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…“ Ja, na klar – neu ist anders, alles schon mal gehört. So ähnlich dachte ich auch, als ich in einer der letzten Ausgaben von DIE ZEIT die Überschrift sah: „Was machen diese Bilder mit uns?“ Und dann habe ich doch angefangen zu lesen: das Interview mit dem Psychoanalytiker Matthias Wellershoff, der in seinem beruflichen Alltag erfährt, wie die Flüchtlingskrise auf die menschliche Seele wirkt. Nicht (nur) auf die der Flüchtlinge, sondern der Menschen hier in Deutschland, aus allen Schichten und mit vielfältigen beruflichen, sozialen und familiären Hintergründen. Ein interessantes Gespräch, das mich zum Nachdenken gebracht hat. Weiterlesen

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Über das wachsende Misstrauen gegen die Medien oder wie Pressesprecher und PR-Berater zum Gladiator – äähhh – Mediator werden

Krisenkommunikationsgipfel in München: Im Zentrum der Veranstaltung stand das Thema „Vertrauensmanagement“ und welche Strategien Unternehmen, Behörden und Forschungseinrichtungen zur Bewältigung schwieriger Kommunikationssituationen entwickelt haben.

Zwischen „Dieselgate“ und „Lügenpresse“

Wie zerrüttet ist das Verhältnis zwischen Massen und Medien? Wie gewinnt ein Unternehmen verloren gegangenes Vertrauen zurück? Und welche Rolle spielt darin der Umgang mit Journalisten? Diese und andere Fragen diskutierten neben der Gastgeberin des Krisenkommunikationsgipfels Romy Fröhlich, Professorin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU, Vertreter aus Wirtschaft, Journalismus, dem deutschen Presserat und der Kommunikationsforschung und kamen zu dem Ergebnis: In Krisensituationen können Journalisten wichtigster Verbündeter oder Angstgegner sein. Weiterlesen

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PR-Trends 2016: Warum sich Unternehmen mit Content Marketing auseinandersetzen sollten….

Digitalisierung wird auch 2016 und darüber hinaus der Megatrend sein, auf den sich die PR weiter einstellen sollte.  Innerhalb dieses Megatrends zeigen sich aber weitere Teilbereiche, die besondere Aufmerksamkeit verdienen.  Viele Chancen bietet  für Unternehmen insbesondere Content Marketing , das als Kommunikationskonzept gerade immens an Bedeutung gewinnt.  Der Gründe liegen auf der Hand:  Viele  Publikationen  verlieren für die Öffentlichkeit an Relevanz, Weiterlesen

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Nudging: Kleiner Stupser, große Wirkung

Seit genau einem Jahr berät eine Arbeitsgruppe von Verhaltenswissenschaftlern die Bundesregierung dazu, wie man mit psychologischen Kniffen „wirksam regieren“ kann. Die angewandte Methodik hierbei nennen Experten „Nudging“, das englische Wort für „anstupsen“ steht dabei für das Setzen emotionaler Reize. Diese sollen den Empfänger dazu bringen, spontan Entscheidungen zu treffen, die ihm oder der Gesellschaft gut tun. Weiterlesen

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Ist der Ruf erst ruiniert…

Reputationsschutz auf dem Arbeitsmarkt

Greifen Sie gern mal nach der Keule? Heute versprechen Anwälte sich um die Reputation eines Unternehmens zu kümmern. Negative Bewertungen im Netz, schlechte Presse über Arbeitsbedingungen oder Führungskräfte sollen raus aus der Wahrnehmung. Schnell und diskret. Vor allem wenn es um potenzielle Bewerber geht, die sich ein objektives Bild vom Arbeitgeber machen sollen und dazu Kununu & Co. konsultieren. Ehemalige Mitarbeiter und Kollegen werden dann schnell zu “Tätern. Seitenbetreiber, Internetsuchmaschinen und Bewertungsportale werden zu Gegnern erklärt; man droht mit Unterlassungsverfügung und klagt. Die Folge sind verhärtete Fronten -und ein Bild von vielen Unternehmen, die wenig Größe zeigen. Weiterlesen

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Genießt du schon oder testest du noch: TV-Berichterstattung über Lebensmittel wird immer kritischer

Das Repertoire an Polit- und Verbrauchermagazinen, Talkrunden sowie Reportagen der privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, die über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft berichten, scheint grenzenlos zu sein. Die ZDF-Sendung Frontal 21 bringt es auf den Punkt, worum es in vielen TV-Formaten geht: Man berichte „kritisch, investigativ und unerschrocken. Die Reporter decken Missstände auf und liefern Fakten, die andere lieber verbergen wollen.“ Ein Thema, welches unabhängig vom Sender und Format immer wieder im Mittelpunkt steht: die Lebensmittelindustrie. Ob der Bayern-Ei-Skandal, zu viel Zucker im Saft oder giftiges Blei im Trinkwasser – regelmäßig finden die TV-Redaktionen neue Aufregerthemen, wie auch zuletzt die WHO-Studie zur Krebsgefahr von verarbeitetem Fleisch oder die Milchquote. Weiterlesen

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Kann man Authentizität lernen?

Der erste Teil dieses Blog-Beitrags behandelte die Frage, wie Authentizität entsteht und warum diese für die Kommunikation so wichtig ist. Im zweiten Teil wird erläutert, wie wir authentisch bleiben können, obwohl wir eine Rolle spielen müssen.

Bis zu einem gewissen Grad akzeptieren wir, dass jemand in einer herausgestellten Position eine Rolle spielen muss und in einem Fernsehinterview nicht genauso redet wie in einem Gespräch mit einem guten Freund oder einer guten Freundin. Schließlich sprechen wir mit unseren Großeltern auch anders als mit unserem engsten Freundeskreis. Wir können durchaus in unterschiedlichen Rollen authentisch wirken, wenn die vier Kriterien erfüllt sind. Es gibt aber auch Rollen, in denen wir uns unwohl fühlen, weil wir sie zum Beispiel nicht gewohnt sind oder uns in dieser Rolle nicht wiedererkennen. Sie passt irgendwie nicht zu uns. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Dieser Rolle nicht annehmen. Diese Option wählt man, wenn die Rolle nicht zu meiner Person und zu meinen Werten passt. Die zweite Möglichkeit ist: Diese Rolle annehmen, sie mit meinen Werten und meiner Person in Übereinstimmung bringen und dann: üben! Üben, damit man in der Rolle authentisch wirken und das Publikum überzeugen kann.

Natürlich gibt es Menschen mit einem rhetorischen und schauspielerischen Talent, denen es leicht fällt, in unterschiedlichen Rollen zu überzeugen. Im Normalfall braucht es aber schon einiges an Übung, um in einer neuen Rolle wirkungsvoll zu kommunizieren. In einer offiziellen Sprecherrolle, bei der man ein Unternehmen oder eine Organisation vertreten muss, kommt erschwerend die Tatsache hinzu, dass man eben nicht sprechen kann „wie einem das Maul gewachsen ist“. Hier zählt jedes Wort. Jede kleinste Unsicherheit wird bei einem Interview aufgezeichnet und kann in Sekunden Millionen Zuschauer erreichen. Die Frage ist also: Wie wirke ich authentisch, wenn ich nicht ich selbst sein darf? Man muss sich über seine Rolle klar sein, seine Botschaften im Kopf haben und vor allem: Man muss es geübt haben. Mit der Übung kommt die Gewöhnung und langsam geht die Rolle in meine Person – sozusagen „ins Blut“ – über. Dann kann ich authentisch Auftreten und in kürzester Zeit völlig fremde Menschen davon überzeugen, mir zuzuhören.

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Wie wirke ich authentisch, wenn ich nicht ich selbst sein darf?


1. Der Wunsch nach Authentizität

Wir lieben Authentizität. In einer Welt, in der wir jeden Tag mit Bildern und Videos bombardiert werden, die durchgestylt, inszeniert, nachbearbeitet, aufgehübscht und glattpoliert worden sind, ist es geradezu erholsam etwas zu sehen, was den Menschen oder die Wirklichkeit zeigt wie sie ist. Sei es die Bundeskanzlerin, die angesichts des weinenden Mädchens Reem spontan reagiert und versucht, das Mädchen zu trösten. Oder der FDP-Vorsitzende Christian Lindner, der angesichts eines Zwischenrufes im Landesparlament von NRW zur Höchstform aufläuft. Oder eben auch Per Mertesacker, der angesichts der Fragen eines ZDF-Journalisten spürbar genervt antwortet. Diese Videos geben uns das Gefühl, die echte Bundeskanzlerin zu sehen, die nicht adäquat auf ein weinendes Kind reagieren kann. Den echten Christian Lindner zu sehen, der angesichts eines persönlichen Angriffes genauso persönlich zurückschlägt. Und eben den echten Sportler, der nach einem aufreibenden Fußballspiel um die Weltmeisterschaft auch nervlich angekratzt ist und keine Lust auf Standardformulieren („…Gegner hat es uns nicht leicht gemacht…mussten lange kämpfen…am Ende verdient gewonnen…“) mehr hat. Diese Ausschnitte geben uns das Gefühl, einen Blick hinter die Kulissen geworfen und die echten Menschen gesehen zu haben. Angela Merkel als Person, nicht Angela Merkel in der Rolle der Bundeskanzlerin. Diese Authentizität ist ein entscheidender Faktor bei der Wirkung auf Menschen. Nur durch sie können wir überzeugend wirken. Was aber ist eigentlich Authentizität, wie entsteht sie und warum hat sie so eine starke Wirkung auf uns?

2. Was ist Authentizität und wie entsteht sie?

Menschen wirken authentisch auf uns, wenn wir ihr Auftreten als echt empfinden. Dies ist meistens dann der Fall, wenn jemand so handelt, wie es aus seiner Person selbst begründet ist. Äußere Einflüsse wie Gruppenzwang oder Maulkorb wirken dagegen – wenn sichtbar – gegenteilig. Dabei haben wir ein sehr feines Gespür dafür, ob jemand echt agiert oder nicht. Kleinste Veränderungen in der Mimik und Gestik (Mikrogesten) werden direkt von unserem Unterbewusstsein wahrgenommen und geben uns Rückmeldung, ob diese Person es so meint wie sie es sagt. Die Sozialpsychologen Michael Kernis und Brian Goldman bewerten die Authentizität nach vier Kriterien: Erstens muss ein Mensch ein Bewusstsein über seine Stärken und Schwächen sowie seine Gefühle und Motivationen haben. Erst mit dieser Selbstreflexion kann er sein Handeln bewusst erleben und akzeptieren. Zweitens sollte er ehrlich seiner Umwelt gegenübertreten und auch unangenehmes Feedback akzeptieren. Drittens lebt ein authentischer Mensch konsequent nach seinen Werten und ist kein Opportunist. Und viertens beinhaltet Authentizität die Bereitschaft, seine negativen Seiten nicht zu verleugnen und somit aufrichtig zu sein. Kommen alle diese vier Kriterien in einer Person zusammen, erleben wir sie als echt. Sie vermittelt uns ein Bild, welches als real, unverfälscht und glaubhaft wahrgenommen wird. Dann hören wir zu, was diese Person zu sagen hat. Unsere Haltung gegenüber ihr ist aufmerksam und offen. Das Gegenteil passiert, wenn wir eine Person als unecht einschätzen: Wir gehen in eine ablehnende Haltung und werden misstrauisch. Für eine wirkungsvolle Kommunikation ist es also sehr wichtig, als authentisch wahrgenommen zu werden.

Der dritte Teil zur Frage „Kann man Authentizität lernen?“ folgt in Kürze.

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Die „Krise“ ist allgegenwärtig – oder etwa nicht?

Ganz gleich, welchen Mediums – off- oder online – man sich in jüngster Zeit bedient: Die „Krise“ scheint allgegenwärtig: Ukraine-Krise, Euro-Krise, Griechenland-Krise – selbst Fußballvereine wie Chelsea und Mönchengladbach stecken offensichtlich in der Krise. Sogar die Menschen, die momentan nach Europa kommen, weil sie in der Heimat keine Perspektive haben, fallen unter dem Begriff „Flüchtlings-Krise“ dem inflationären Gebrauch dieses Worts zum Opfer.

Liegt das etwa an uns Deutschen? Sind wir ein Volk von Pessimisten und Bedenkenträgern, die ständig in Sorge leben (müssen)? Glauben mag ich das nicht – vor allem nicht, wenn ich sehe, wie engagiert viele Menschen hierzulande – darunter zahlreiche freiwillige Helfer –  daran arbeiten, die ankommenden Flüchtlinge zu betreuen. Dafür gebührt ihnen großer Respekt und Dank. Weiterlesen

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Produkte und Marken entwickeln – Was PR so alles kann

Marken- und Produkt-PR informiert mit maßgeschneidertem Content die Öffentlichkeit über Angebote und Themen. Sie soll idealerweise die Bedürfnisse der Kunden mit der entsprechenden Marke oder dem Produkt verbinden und hier nachhaltig Vertrauen schaffen.

So wird Marken- und Produkt-PR üblicherweise definiert. Mit diesem Prozedere ist sie sehr erfolgreich und kann einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Produktes oder der Marke leisten. Weiterlesen