TV-Berichterstattung über die Lebensmittelbranche bleibt kritisch

Engel & Zimmermann AG wertet 635 TV-Beiträge aus dem Jahr 2018 aus / Im Schnitt vier kritische Beiträge pro Woche / Obst und Gemüse insgesamt am häufigsten Thema


Gestreckte Gerichte – Wie Hersteller dreist bei Zutaten sparen“, „Die größte Pasta-Fabrik der Welt“ oder „Mogelei bei Bio-Produkten“: Die Lebensmittelindustrie war auch im Jahr 2018 einmal mehr Gegenstand einer regelmäßigen und nicht selten kritischen Berichterstattung im Fernsehen. Bereits zum fünften Mal in Folge wertete die Engel & Zimmermann AG, Unternehmensberatung für Kommunikation, aus, über welche Branchen im Jahresverlauf am häufigsten berichtet wurde, welches die Aufregerthemen waren und welche Bereiche besonders in der Kritik der Sender und Sendungen standen. „Insgesamt stellen wir fest, dass sich die unterschwellige Generalkritik an der gesamten Branche, die wir schon seit Jahren beobachten, auch im Jahr 2018 fortgesetzt hat“, bilanziert Christian Wolfram, Leiter Geschäftsbereich Food von Engel & Zimmermann.


635 Sendungen fielen im vergangenen Jahr in die Auswertung der Kommunikationsexperten. Im Schnitt sind das mehr als 12 Sendungen pro Woche, die sich mit Lebensmitteln beschäftigen. Dabei ging es in 69 Sendungen um Obst und Gemüse, womit die Branche wie im Vorjahr den Spitzenplatz einnahm. Mit annähernd gleich vielen Sendungen landete die Fleischbranche wieder einmal auf einem der vorderen Plätze (68), gefolgt mit einigem Abstand von der Getränkebranche (38). Der Dreijahresvergleich zeigt: Diese drei Branchen genießen traditionell das größte Interesse der Medien. Süßwaren und Molkereiprodukte können da nicht mithalten – was sich angesichts einer häufig kritischen Berichterstattung durchaus als vorteilhaft erweisen kann. Eine deutliche Veränderung zum Vorjahr zeigt sich bei den Sendungen, die den Handel bzw. die Branche insgesamt zum Thema hatten: Lagen diesen 2017 mit 51 Beiträgen noch auf einem der vorderen Plätze, spielten sie 2018 keine herausragende Rolle mehr (s. Abb. 1).