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Aus Windbeutel wird Mogelpackung: Verbraucherschützer geben sich die Klinke in die Hand

Es ist ruhig geworden um den „Goldenen Windbeutel“. Sorgte der Schmähpreis von Foodwatch noch bis vor wenigen Jahren für – nun, zumindest ein gewisses Maß an Nervosität bei vielen Lebensmittelherstellern, widmet sich die Verbraucherschutzorganisation bei ihren Kampagnen seit einiger Zeit anderen Themen. So wurde 2015 etwas einfallslos der Preis des Vorjahres für das gleiche Produkt einfach an einen anderen Verantwortlichen „weitergereicht“, wie Foodwatch es beschrieb. 2016 wurde der Windbeutel gar nicht verliehen. Das Ausbleiben einer neuerlichen medialen Brandmarkung ausgewählter Unternehmen überrascht insofern, als die jährliche Nominierung der Organisation eine riesige öffentliche Aufmerksamkeit bescherte. Alle relevanten Medien sprangen auf den Zug auf und nutzten dabei zumeist völlig unreflektiert das PR-Material, das ihnen Foodwatch zur Verfügung stellte. Und auch bei den Verbrauchern traf der Windbeutel ganz offensichtlich den richtigen Nerv: Die Zahl der online abgegebenen Stimmen stieg von Jahr zu Jahr von anfangs 35.000 (2009) auf letztlich über 150.000. Weiterlesen