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Wie finde ich den richtigen Influencer für mein Unternehmen

Influencer in den eigenen Marketing Mix mit einzubeziehen, kann sich auszahlen, wenn man weiß, wie man den richtigen Markenbotschafter findet.

In der heutigen Zeit sind Blogger und Instagrammer aus der Marketingstrategie nicht mehr wegzudenken. Etwa 80% der globalen Unternehmen planen mittlerweile, Influencer in ihre Marketingstrategie zu integrieren. Unternehmen die hiervon bereits Gebrauch machen, wissen, dass Kooperationen nicht immer einfach sind. Wie und wo lässt sich der passende Kanal für die eigene Marke finden? Welche KPIs sind entscheidend? Welches der sozialen Medien wie Instagram oder Pinterest eignet sich am besten.

Unter Berücksichtigung von Schlüsselfaktoren lassen sich für jedes Unternehmen passende Influencer finden.

Den Influencer mit dem richten Schwerpunkt finden

Es ist wichtig je nach Marke, Produkt oder Unternehmen die richtige Nische zu identifizieren. Welche der Themenbereiche eignen sich am ehesten? Üblicherweise spezialisieren sich Influencer auf 1-2 Themenbereiche. Der erste Schritt ist also notwendigerweise, die richtige Produktkategorisierung und die Spezifizierung der Zielgruppe. Diese Eingrenzung auf geeignete Bereiche muss erfolgen, um den Erfolg einer Kooperation sicherzustellen.

Es kommt nicht auf die Größe an, sondern auf die Interaktion

Nüchtern betrachtet, ist der schnellste Weg sein Marketing-Ziel zu erreichen, die Influencer mit der größten Reichweite zu finden. In der Anwendung sieht es jedoch anders aus. Eine Kooperation mit einem Influencer der über 100K+ Follower verfügt, geht beispielsweise nicht zwangsläufig mit einer sehr guten Interaktion und Auseinandersetzung mit dem Produkt oder Unternehmen einher. Die Interaktionsrate bei Micro-Influencern kann im Gegensatz zu den prominenteren Kollegen mit deutlich höherer Anzahl an Followern wesentlich größer sein. Das resultiert aus einem kleineren Umfeld, welches persönlicher und authentischer wirkt und die Treue der Community steigen lässt.

Den passenden Kandidaten entdecken und auswählen

Eine Hürde im Influencer Marketing ist der hohe Zeit- und Arbeitsaufwand, um qualifizierte Influencer zu finden. Nachdem ein passender Schwerpunkt gefunden wurde sowie die Anforderungen und Kriterien an den Influencer definiert wurden, müssen noch eine Vielzahl von Profilen in den sozialen Medien durchsucht werden, um den der Definition entsprechenden Influencer zu finden.

Online-Monitoring kann hier eine Hilfestellung bieten

Durch ein zielgerichtetes Online-Monitoring der Marke, von Mitbewerbern oder Themengebieten der Branche, lässt sich zum Beispiel erkennen, welche Kanäle für das Unternehmen interessant sind. Nach dieser Eingrenzung lassen sich die KPIs auswerten um die optimalen Kandidaten zu bestimmen.

Online-Monitoring – ein unverzichtbares Werkzeug für Fact-based Marketing

Ein professionelles Online- bzw. Social-Media-Monitoring hilft dabei, das eigene Unternehmen und die Konkurrenz besser im Blick zu behalten und auf Basis von Daten bessere Entscheidungen zu treffen. Die richtige Wahl des Anbieters und eine sauber aufgesetzte Suche sind dabei die Grundlage für valide Ergebnisse.

Als erstes sollte man natürlich wissen, was über die eigenen Dienstleistungen, Produkte und den Kundenservice gesprochen wird, um entsprechende Keywords abzuleiten. Zusätzlich ist interessant, welche Themen noch direkt und indirekt mit den eigenen Leistungen zu tun haben und wie sie durch Kunden in Diskussionen behandelt werden. Auch Themen, die im ersten Moment nichts mit der Marke oder dem Unternehmen zu tun haben, können das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt direkt betreffen.

Ein prominentes Beispiel hierfür ist der Dieselskandal. So war anfangs nur der Volkswagen Konzern involviert. In diesem Fall wäre es für andere Autobauer, die im späteren Verlauf ebenfalls vom Dieselskandal betroffen waren, von Vorteil, dieses Thema im Vorfeld zu beobachten.

Relevant sind allerdings nicht nur Informationen zum Unternehmen, sondern auch die gesamte Branche. Durch Kenntnis der branchenrelevanten Themen weiß man, was wo wie gesprochen wird. Durch Beobachtung des Wettbewerbs werden die Themen erkannt, die dort im Vordergrund stehen und wie über die Konkurrenz gesprochen wird. So kann man aus den Fehlern der anderen lernen und vieles besser machen. Neben dem Wettbewerb haben auch die Zulieferer und Partner Einfluss, der im Blick behalten werden sollte.

Dank Social-Media-Monitoring findet man heraus, wo Diskussionen stattfinden, welche Tonalität herrscht, welche Themen polarisieren und wer die Meinungsführer sind, was u. a. hilfreich für das Content-Marketing ist. Neben Kanälen wie Facebook, Twitter etc. dürfen Blogs und Foren nicht außer Acht gelassen werden in denen sich der Amateur mit dem Fachmann austauscht und somit das Bild der Marke prägt. Sind die Konsumenten genauso von der Marke, den Angeboten oder der Dienstleistung überzeugt wie man selbst? Das Monitoring veranschaulicht, an welchen Punkten es womöglich noch hakt und an welchen Stellen alles rund läuft.

Durch eine gut aufgesetzte Suche mit den richtigen Keywords werden nicht nur Resultate ausgegeben mit denen man rechnet, sondern es wird auch die Möglichkeit geschaffen, Zusammenhänge mit Themen zu erkennen, die einem vorher nicht bewusst waren. Diese Einblicke können bspw. in der Produktentwicklung oder dem Kundenservice genutzt werden.

Ein gut eingestelltes Monitoring unterstützt weiterhin dabei, Gefährdungen der Marken- oder Unternehmensreputation frühzeitig zu erkennen. Ein schneller Überblick hilft dabei, den Gefahren entgegenzuwirken, wodurch „Shitstorms“ bereits im Voraus vermieden oder durch gezielte Krisen-PR zu einem lauen Lüftchen herabgestuft werden können.