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Unternehmenskommunikation: Tweet me right

Wer Twitter im Rahmen seiner Unternehmenskommunikation nutzt, aber nicht so richtig Fuß fassen kann und das Gefühl bekommt, es lohnt sich nicht, begeht wahrscheinlich einen der häufigen Fehler, die viele Nutzer zu Beginn machen. Bei grundsätzlicher Eignung der Plattform für das eigene Unternehmen gilt der Grundsatz nicht gleich aufgeben, sondern verstehen, wie dieses Echtzeitmedium am besten eingesetzt wird. Denn wie jedes andere soziale Medium hat auch Twitter seine Eigenheiten, die berücksichtigt werden sollten.

Wieso überhaupt Twitter? Gerade für digitale PR sollte das Medium Twitter eingesetzt werden, denn auf Twitter sind viele Influencer, Meinungsmacher, Journalisten, Kooperationspartner und – je nach Geschäftszweig – auch Endkunden aktiv. Und selbst nicht aktive Nutzer verfolgen passiv das Geschehen und sind relevante Empfänger.

Die häufigsten Fehler:

Fehler #1: Es wird ausschließlich eigener Content verwendet

Natürlich ist es sinnvoll auf die eigenen Produkte, Blog-Content oder andere eigene Inhalte aufmerksam zu machen, aber nicht ausschließlich. Zusätzliches teilen von Fremd-Content, bzw. das retweeten von Tweets, kommentiert oder unkommentiert, aus der eigenen Branche, zeugt von einer guten Einschätzung und Weitsicht. Benutzer von Twitter sind nicht darauf trainiert nur innerhalb der eigenen Plattform zu bleiben, für spannende Informationen wird auch gerne mal einem Link gefolgt. Dadurch wird für die eigenen Follower interessanter und abwechslungsreicher Content geschaffen.

Fehler #2: Tweets nur mit automatisierten Tools ohne Präsenz zu zeigen

Es gibt Tools wie Hootsuite, SocialPilot oder Reachpod die viel Arbeit abnehmen, dabei darf man sich aber nicht nur auf diese Helfer verlassen. Damit der Account nicht wie eine lieblos bespielte Plattform erscheint, sollten die veröffentlichten Meldungen nicht zu nüchtern oder unauthentisch wirken. Da das Geschehen auf Twitter in Echtzeit stattfindet, sollte hierbei möglichst auf Beiträge aus der Konserve verzichtet werden und nur wenn es unbedingt nötig ist Verwendung finden.

Fehler #3: Keine Interaktion mit anderen

Keine Interaktion mit anderen, d.h. nicht auf Fragen oder Antworten zu den eigenen Tweets zu reagieren ist ebenso unvorteilhaft wie die fehlende Präsenz. Der eigene Twitter-Account wirkt dadurch sehr leblos und einseitig. Gerade die direkte Kommunikation oder Kontaktmöglichkeit machen Twitter als Kommunikationsplattform so wertvoll. Man sollte sich also mindestens einmal täglich Zeit für den Dialog miteinander nehmen.

Fehler #4: Keine angemessene Reaktion auf Tweets

Auf Twitter hat sich eine ungeschriebene Höflichkeitsregel verfestigt. Wenn jemand den eigenen Content teilt, gehört es sich demjenigen seine Dankbarkeit zu erweisen. Nutzer die zu dem eigenen Content einen Tweet verfassen sollten mit einem Like und einer kleinen Bedankung oder auch einem Retweet ihre Wertschätzung erfahren. Ein Retweet zeigt zudem, dass der eigene Content so wertvoll ist, das andere ihn aus eigener Motivation teilen.

Fehler #5: Keine Vernetzung mit den richtigen Usern

Wie schon vorher erwähnt bietet Twitter die Möglichkeit ohne viel Mühe in Kontakt mit anderen zu treten. Seien es Journalisten, bekannte Persöhnlichkeiten, Influencer, Unternehmen, Kunden oder Kollegen aus der Branche. Hier gilt es, Profilen zu folgen die gut zu dem eigenen Unternehmen passen. Durch den Austausch und das Teilen des Contents anderer Profile erhöht sich die Chance, dass Meinungsmacher eigene Tweets retweeten und somit eine große Reichweite gewonnen wird.

 

Anfangsschwierigkeiten sind normal aber mit Berücksichtigung dieser Tipps ist die eigene Twitter-Präsenz auf einem guten Weg. Zudem gerät durch die schnelllebige Kommunikation auf Twitter der ein oder andere Fehler zum Glück schnell in Vergessenheit.

 

 

Wie finde ich den richtigen Influencer für mein Unternehmen

Influencer in den eigenen Marketing Mix mit einzubeziehen, kann sich auszahlen, wenn man weiß, wie man den richtigen Markenbotschafter findet.

In der heutigen Zeit sind Blogger und Instagrammer aus der Marketingstrategie nicht mehr wegzudenken. Etwa 80% der globalen Unternehmen planen mittlerweile, Influencer in ihre Marketingstrategie zu integrieren. Unternehmen die hiervon bereits Gebrauch machen, wissen, dass Kooperationen nicht immer einfach sind. Wie und wo lässt sich der passende Kanal für die eigene Marke finden? Welche KPIs sind entscheidend? Welches der sozialen Medien wie Instagram oder Pinterest eignet sich am besten.

Unter Berücksichtigung von Schlüsselfaktoren lassen sich für jedes Unternehmen passende Influencer finden.

Den Influencer mit dem richten Schwerpunkt finden

Es ist wichtig je nach Marke, Produkt oder Unternehmen die richtige Nische zu identifizieren. Welche der Themenbereiche eignen sich am ehesten? Üblicherweise spezialisieren sich Influencer auf 1-2 Themenbereiche. Der erste Schritt ist also notwendigerweise, die richtige Produktkategorisierung und die Spezifizierung der Zielgruppe. Diese Eingrenzung auf geeignete Bereiche muss erfolgen, um den Erfolg einer Kooperation sicherzustellen.

Es kommt nicht auf die Größe an, sondern auf die Interaktion

Nüchtern betrachtet, ist der schnellste Weg sein Marketing-Ziel zu erreichen, die Influencer mit der größten Reichweite zu finden. In der Anwendung sieht es jedoch anders aus. Eine Kooperation mit einem Influencer der über 100K+ Follower verfügt, geht beispielsweise nicht zwangsläufig mit einer sehr guten Interaktion und Auseinandersetzung mit dem Produkt oder Unternehmen einher. Die Interaktionsrate bei Micro-Influencern kann im Gegensatz zu den prominenteren Kollegen mit deutlich höherer Anzahl an Followern wesentlich größer sein. Das resultiert aus einem kleineren Umfeld, welches persönlicher und authentischer wirkt und die Treue der Community steigen lässt.

Den passenden Kandidaten entdecken und auswählen

Eine Hürde im Influencer Marketing ist der hohe Zeit- und Arbeitsaufwand, um qualifizierte Influencer zu finden. Nachdem ein passender Schwerpunkt gefunden wurde sowie die Anforderungen und Kriterien an den Influencer definiert wurden, müssen noch eine Vielzahl von Profilen in den sozialen Medien durchsucht werden, um den der Definition entsprechenden Influencer zu finden.

Online-Monitoring kann hier eine Hilfestellung bieten

Durch ein zielgerichtetes Online-Monitoring der Marke, von Mitbewerbern oder Themengebieten der Branche, lässt sich zum Beispiel erkennen, welche Kanäle für das Unternehmen interessant sind. Nach dieser Eingrenzung lassen sich die KPIs auswerten um die optimalen Kandidaten zu bestimmen.