Home Insights Presse Europäische Krisenexperten: Cyberkrisen haben das höchste Krisenpotenzial

Europäische Krisenexperten: Cyberkrisen haben das höchste Krisenpotenzial

Befragung von 18 Partnern des Krisennetzwerks CCNE

Krisenkommunikation

Haar/Warschau, im Mai 2025. Krisenexpertinnen und -experten aus 18 europäischen Ländern bewerten mehrheitlich Cyberkrisen als das Thema mit dem höchsten Krisenpotenzial für ihre Kunden. 11 von 18 im Crisis Communications Network Europe (CCNE) zusammengeschlossenen und von Engel & Zimmermann mitgegründeten Netzwerk sehen dieses Thema vom Krisenpotenzial her noch vor wirtschaftlichen Krisen in Unternehmen (10 Nennungen), politischer Instabilität (7 Nennungen) und Zollkonflikten (7 Nennungen). Sabotageaktionen betrachten fünf, Blackouts und Energieknappheit vier Experten als Thema mit dem höchsten Krisenpotenzial.

„Cyberkrisen sind leider Krisenalltag geworden. Der Schaden, den sie auslösen, kann erheblich sein und bis zur Insolvenz der Firma führen“, warnt Frank Schroedter, Geschäftsführer und Krisenexperte bei Engel & Zimmermann. Daher rät er Unternehmen, sich umfassend auf diesen Worst-Case vorzubereiten.

Die CCNE-Krisenexperten selbst wurden am häufigsten nach oder zu kritischen Medienberichten, Social-Media-Krisen, ökonomischen Krisen eines Unternehmens, Cyberkrisen und Werksschließungen konsultiert.

KI hält auch Einzug in die Krisenkommunikation

Eine weitere Erkenntnis des von Engel & Zimmermann initiierten und beim jährlichen CCNE-Meeting vorgestellten Krisen-Puls-Checks lautet: Die KI hält auch Einzug in die Krisenkommunikation. Die Expertinnen und Experten setzen regelmäßig verschiedene KI-Tools ein, darunter ChatGPT, Copilot, Boodle, Cognivis, Monica, Gemini, Canva oder Claude.

Über 70 Prozent der befragten internationalen Consultants setzen auf Frühwarnsysteme wie Social-Media Monitorings oder Issue Monitorings. Jeder dritte CCNE-Experte nutzt dabei KI-basierte Issue Monitorings. Medientrainings und Risikoworkshops werden von über 50 % der Beratungen sehr häufig umgesetzt. Insgesamt sehen fast 90 % der Krisenexperten ihre Kunden nur moderat oder nur sehr schlecht auf Krisen vorbereitet. Dazu Frank Schroedter: „Diesen Wert können wir für Deutschland bestätigen. Mögliche Krisensituationen werden zu wenig trainiert oder antizipiert. Vermutlich verlassen sich Unternehmen auf das digitalisierte Krisenhandbuch. Das gibt aber nur eine trügerische Sicherheit, zumal es im Worst Case einer Cyberkrise sowieso nicht verfügbar ist.“

Die europäischen CCNE-Experten tauschen sich einmal jährlich zwei Tage lang zu erwartbaren Krisenszenarien aus. Dieses Jahr fand das Meeting beim polnischen Partner 24/7 Communications im Warschau statt.

Über die Befragung

Die Befragung fand im März und April 2025 statt. Teilgenommen haben 18 Entscheider (Inhaber, CEO oder Senior-Consultants) von allen 18 Mitgliedsagenturen des CCNE.

Über das CCNE

Das CCNE ist ein Netzwerk europäischer, inhabergeführter Agenturen mit ausgewiesener Expertise in der Krisenkommunikation, die sich durch ihren nationalen Fokus und ihr Kundenengagement auszeichnen. Für ihre Kunden wollen die Mitglieder dadurch länderübergreifende Krisenfälle noch besser betreuen. Weitere Informationen unter www.ccn-europe.com

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