Home Insights Presse Cyberangriffe und wirtschaftliche Unsicherheit dominieren die Unternehmensrisiken

Cyberangriffe und wirtschaftliche Unsicherheit dominieren die Unternehmensrisiken

Internationale Befragung von 19 Krisenexpertinnen und Krisenexperten / KI als neuer Krisentreiber

Presse

Haar/Lissabon, Juni 2026. Cyberangriffe bleiben aus Sicht europäischer Krisenexpertinnen und -experten die größte Bedrohung für Unternehmen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Crisis Communications Network Europe (CCNE), für die das Netzwerk seine Mitglieder aus insgesamt 19 Ländern befragt hat. Knapp 70 Prozent der Befragten sehen in Cyberkrisen das höchste Risikopotenzial für ihre Kunden. Auf Platz zwei folgen wirtschaftliche Krisen mit ihren Folgen wie Stellenabbau und Insolvenzen. Ebenfalls als besonders relevant werden rufschädigende Medienberichterstattung sowie die regionalen Auswirkungen des Klimawandels bewertet.

Die Ergebnisse bestätigen die bereits in der Befragung 2025 festgestellten Trends. Besonders Cyberkrisen, wirtschaftliche Unsicherheit und geopolitische Instabilität haben innerhalb des vergangenen Jahres weiter an Bedeutung gewonnen.

„Die Mitglieder unseres Netzwerks werden immer häufiger bei Cyberangriffen und Cyberkrisen hinzugezogen“, sagt Frank Schroedter, Krisenexperte und Geschäftsführer von Engel & Zimmermann. „Angesichts hybrider Bedrohungslagen und des zunehmenden Einsatzes von Künstlicher Intelligenz durch Cyberkriminelle erwarten wir, dass sich dieser Trend fortsetzt. Aufgrund der potenziell erheblichen wirtschaftlichen Schäden sollten Unternehmen sich sowohl operativ als auch kommunikativ gezielt auf solche Szenarien vorbereiten.“

Unternehmen sehen sich einer Vielzahl von Krisenrisiken gegenüber

Cyberangriffe sind jedoch nur eine von mehreren Herausforderungen, mit denen Unternehmen aktuell konfrontiert sind. Neben klassischen Krisenfällen wie Arbeitsunfällen oder Produktrückrufen unterstützen die befragten Expertinnen und Experten ihre Kunden insbesondere bei wirtschaftlichen Krisen, Lieferkettenstörungen, Handelskonflikten sowie bei kritischer Medienberichterstattung und Social-Media-Krisen.

Künstliche Intelligenz als neuer Krisentreiber

Eine weitere Erkenntnis der von Engel & Zimmermann initiierten Befragung: Knapp die Hälfte der Teilnehmenden zählt digitale Bedrohungen zu den wichtigsten Krisenthemen der Zukunft. Häufig stehen diese in direktem Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz.

Als besondere Risiken werden Vertrauensverlust, Desinformation sowie der Einsatz immer realistischerer Deepfakes genannt. Der Austausch innerhalb des europäischen Netzwerks zeigt, dass Deepfakes in einigen Ländern bereits gezielt für Erpressungsversuche gegenüber Unternehmen und Organisationen eingesetzt werden. Die Befragten gehen davon aus, dass solche KI-gestützten Manipulationsformen die Krisenkommunikation in den kommenden Jahren maßgeblich prägen und Unternehmen vor immer neue Herausforderungen stellen werden.

Auch geopolitische Entwicklungen und die Folgen des Klimawandels zählen aus Sicht der Expertinnen und Experten zu den zentralen Krisentreibern der Zukunft. Bereits heute begleiten die Netzwerkmitglieder regelmäßig Unternehmen bei den Auswirkungen von Handelskonflikten, Zöllen sowie klimabedingten Veränderungen wie Extremwetterereignissen. Für die kommenden Jahre rechnen sie mit einer weiter steigenden Relevanz dieser Themen. Die Ergebnisse des jährlich durchgeführten „Pulse Check“ wurden auf dem diesjährigen zweitägigen Netzwerktreffen des CCNE in Lissabon vorgestellt und diskutiert. Gastgeber war der portugiesische Netzwerkpartner The Equator Company.

Über die Befragung

Die schriftliche Befragung wurde im März und April 2026 durchgeführt. Teilgenommen haben Entscheiderinnen und Entscheider – darunter Inhaber, Geschäftsführer und Teamleiter – aus 19 Mitgliedsagenturen des Netzwerks in 19 Ländern.

Über das CCNE

Das Crisis Communications Network Europe (CCNE) vereint derzeit 20 überwiegend europäische, inhabergeführte Kommunikationsagenturen mit ausgewiesener Expertise in der Krisenkommunikation. Durch ihre starke nationale Verankerung und die enge Zusammenarbeit im Netzwerk unterstützen die Mitglieder Unternehmen bei grenzüberschreitenden Krisenfällen und fördern den internationalen Wissens- und Erfahrungsaustausch.

Weitere Informationen unter www.ccn-europe.com.

Artikel weiterempfehlen