Beitragsbild-Blog

B2B-Kommunikation: harte, technische Fakten statt emotionaler Erregung

Markenbildung ist in aller Munde. Ohne Marke geht nichts mehr. Marken müssen mit Emotionen aufgeladen werden – so wie die Batterie des Smartphones am Abend. Sie sollen ein modernes Lebensgefühl vermitteln. Die Verbraucher sollen sich mit der Marke rundum identifizieren, mit ihr verschmelzen, eins mit ihr werden. Früher identifizierten sich Menschen mit politischen Ideen oder zumindest mit einem Fußballverein. Ja gut, letzteres gilt auch heute noch. Ansonsten vermittelt inzwischen der Frischkäse Heimat- und der Sahnejoghurt Freiheitsgefühle, ein Männer-Duftspray ist Rebellion und ein Waschmittel verkörpert das Ideal der harmonischen Familie. Der Weg durch das Supermarktregal ist heute ein einziges emotionales Durcheinander. Weiterlesen

Beitragsbild-Blog

Der Blogger, das unbekannte Wesen – Tipps für Blogger-Relations

„Lass uns doch mal was mit Bloggern machen…“ – diesen und ähnliche Sätze hört man immer öfter in Unternehmen. Denn bei der Meinungsbildung im Netz spielen Blogger eine wichtige Rolle. Doch wer die neuen Meinungsmacher aktiv in seine Medienarbeit einbeziehen möchte, sollte ein paar Grundregeln beachten – damit die Blogger-Relations nicht zum „Beziehungsdrama“ werden.

Vor der Ansprache eines Bloggers heißt es beobachten und einlesen – Welcher Blogger passt zu meinem Unternehmen? Wer hat eine gute Reichweite in meiner Zielgruppe? Wer einen interessanten Blog über einige Zeit beobachtet und Beiträge, Themen und Kommentare verfolgt, bekommt schnell ein Gespür für die passenden Blogs. Viele Blogger haben auch eine Selbstbeschreibung auf ihren Seiten, in der sie ihre Motivation und Prinzipien offenbaren – Dort finden sich gelegentlich auch Hinweise zum Umgang mit Unternehmenskooperationen, die unbedingt beachtet werden sollten.

Weiterlesen

Beitragsbild-Blog

Himbeereis zum Frühstück – oder warum sicher so schnell keine Heuschrecke in unserer Müslischüssel landet

Morgens halb acht in Deutschland: Höchste Zeit für die erste Mahlzeit des Tages. Unsere Favoriten sind dabei Brötchen oder Brot, ein weich oder hart gekochtes Frühstücksei, Erdbeer- oder Kirschmarmelade, Honig, zwei bis drei Sorten Käse, Schinken und Wurst sowie ein Früchtejoghurt.

Ganz anders z.B. in Asien, wie ich selbst bei meiner letzten Reise erfahren durfte. Hier geben Nasi Lemak (Reis mit Chilisoße), Porridge mit getrocknetem Fisch oder Roti Channai (pfannkuchenartiges Fladenbrot) mit einem feurigen, indischen Curry die nötige Energie für den Start in den Tag. Wirklich lecker – allerdings wollten die meisten europäischen Gäste dies ihren morgenflauen Mägen nicht zumuten und griffen am Hotelbuffet zum vertrauten Croissant.

Aber warum ist das so? Was ist verantwortlich für unsere Geschmacksvorlieben? Weiterlesen

Beitragsbild-Blog

Meinungen verklickert. So kommunizieren Genossenschaften

Genossenschaft? Das klingt ein bisschen altbacken und verstaubt. Dabei ist das genossenschaftliche Modell sehr aktuell. In Deutschland gibt es mehr als 7.500 Genossenschaften und genossenschaftliche Unternehmen, die in der mittelständischen Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen. Ziemlich modern kommen auch genossenschaftliche Werte daher: Mitbestimmung, Solidarität und Sozialverantwortlichkeit zum Beispiel. Weiterentwickeln müssen sich Genossenschaften, die ja oft auf eine lange Tradition zurückblicken, natürlich trotzdem. Gerade für größere Genossenschaften haben Mitgliederbindung und Mitgliederkommunikation eine wachsende Bedeutung. Weiterlesen

Beitragsbild-Blog

Engel & Zimmermann beim 8. Bayerischen Energieforum

Vorstand Andreas Bachmeier spricht über die Kommunikation in Kommunen. Neue Formen des Bürgerdialogs sind notwendig, um die Herausforderungen der kommenden Aufgaben zu bestehen. Das betrifft die Akzeptanz von Energiewendeprojekten ebenso wie Veränderungen in der Gesundheitsversorgung oder beim allgemeinen Infrastrukturausbau. Vor Ort: Rund 400 Vertreter bayerischer Kommunen und Public Affairs-Leiterin Eva-Maria Eichenseher (Foto).

Hintergründe und die Fernsehberichterstattung von TV Bayern mit einem Statement von Andreas Bachmeier: http://bayerisches-energieforum.de/

 

Eichenseher_Foto_Blog_8
Beitragsbild-Blog

In eigener Sache: Wie Öffentlichkeitsarbeit die Transparenz im demokratischen Diskurs fördert

Mehr Meinungspluralität durch Interessenvertretung

Im Spannungsfeld zwischen Gesellschaft, Wirtschaft, Medien und Politik hat jeder Akteur ein demokratisch legitimiertes Recht darauf, seine Überzeugungen vorzubringen – auch und gerade bei kontroversen Themen. Unterstützung erfährt dabei vor allem die Wirtschaft durch erfahrene Kommunikatoren wie uns.

Aktuelle Erhebungen kommen zu dem Schluss, dass die Überzeugungsarbeit, den die Kommunikationsbranche in diesem Zusammenhang leistet, von breiten Teilen der Öffentlichkeit als negativ betrachtet wird. Oft wird uns dabei moralisch-ethisches Fehlverhalten unterstellt, da es eben zu unserem Beruf gehört, auch jene Interessen mit Nachdruck zu vertreten, die nicht mit der Meinung einer (gefühlten) gesellschaftlichen Mehrheit übereinstimmen. Weiterlesen

Beitragsbild-Blog

Fortschrittliche Fahrwasser: WhatsApp als neues Kommunikationsinstrument für Unternehmen

Einfach. Persönlich. Nachrichtenaustausch in Echtzeit.“ Mit diesen drei Vorteilen wirbt der WhatsApp Messenger für sich auf seiner Homepage. Kostenlos und schnell können Nachrichten geschrieben sowie Videos und Bilder verschicken werden. Eigentlich die idealen Voraussetzungen für Unternehmen, um mit Kunden und auch Mitarbeitern in Kontakt zu treten – aber eignet sich die plattformübergreifende mobile Nachrichten App tatsächlich als Kommunikationsinstrument? Weiterlesen

Beitragsbild-Blog

Ich esse, also bin ich – von der neuen Bedeutung der „Ethik des Schinkenbrotes“

Nachhaltig soll es sein, am liebsten auch noch regional, am besten ebenfalls saisonal. Unsere Ansprüche an unsere Nahrungsmittel steigen stetig – fast so, als würde unser Essen einen Funktionswandel erleben. Ist das wirklich so oder ist die vielfach ausgerufene Ernährungswende nur eine Modeerscheinung?

Erhellende, kurzweilige und konfrontative Beiträge zu dieser Frage hat der Zukunftsdialog der ZEIT und der agrarzeitung geliefert: Zum zweiten Mal diskutierten in der Berliner Kalkscheune Persönlichkeiten aus Politik, Industrie und NGOs mit Spitzenvertretern der Agrarbranche. Weiterlesen

Beitragsbild-Blog

Weshalb Compliance in erster Linie Kommunikation ist

Die Erkenntnis, dass ein wirksames Compliance Management System (CMS) auch für den Mittelstand zwingend erforderlich ist, setzt sich zunehmend durch. So ausgefeilt die Regularien im eigenen Unternehmen aber auch sein mögen, sie verpuffen, wenn sie die Mitarbeiter nicht verstehen und beherzigen. Deshalb sollte die Compliance-Kommunikation nicht allein Unternehmensjuristen überlassen werden, sondern besser auch Kommunikationsexperten und HR einschließen.

Weiterlesen

Beitragsbild-Blog

Vertrauen durch Dialog: Wie die Daunenbranche mit Kritik umgeht

In zahlreichen Bereichen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft nehmen die Aktivitäten von Interessensgruppen, allgemein NGOs genannt, zu. Gerade in der Lebensmittelindustrie und damit verbundenen Branchen sind Tierschutzorganisationen sehr aktiv. Das betrifft mittlerweile auch die Outdoor-Industrie, die hochwertige Textilien herstellt und auf den ersten Blick ein atypisches Ziel für NGO-Kritik darstellt. Auf den zweiten Blick gibt es allerdings sehr wohl eine Verbindung zur Massentierhaltung: Daunen, die zur Füllung hochwertiger wärmender Jacken, Schlafsäcke und Bettdecken verwendet werden. Als natürliches Füllmaterial, das seit Jahrhunderten Verwendung findet, mag die Daune wenig Angriffsfläche bieten. Doch bezieht sich die Kritik der Tierschützer weniger auf den Rohstoff an sich – dessen isolierende Eigenschaften noch keine Kunstfaser bislang erreichen konnte – sondern dessen Gewinnung sowie auf die Haltung von Enten und Gänsen. Die Daunenbranche fühlte sich missverstanden, zumal Daunen ein Nebenprodukt darstellen, das nur einen geringen Teil des Werts eines Tieres ausmacht.

Die Lösung: Begleitet von Engel & Zimmermann entschlossen sich elf führende Daunenlieferanten, verstärkt den Kontakt mit Outdoor-Firmen und NGOs zu suchen, um offen über die strittigen Themen zu sprechen. Dazu gehörte auch die Mitarbeit an einem völlig neuen, weltweiten Daunenstandard, der gemeinsam entwickelt wurde. Die Vorteile: Die Daunenbranche konnte trotz bestehender Differenzen Vertrauen und Verständnis aufbauen. Verbraucher und NGOs wiederum erkennen, dass alle Beteiligten sich für eine Verbesserung des Tierwohls einsetzen. Der angestoßene Prozess wird sich über mehrere Jahre erstrecken und ist ein Beispiel, wie eine Branche Kritik von außen positiv aufnehmen kann.