Digital Quick Check

Drei Community-Management-Tools im Vergleich

Auf der Suche nach einer geeigneten Plattform für das interne sowie externe Social-Media-Management, haben wir drei marktführende Anbieter in einem ausführlichen Test näher betrachtet.

Betriebsärzte als Impfärzte

Betriebsärzte als Impfärzte? – Herausforderungen für die Krisenkommunikation

Ausgangsbeschränkungen, Impfstrategie, Inzidenzwerte – die Corona-Pandemie zerrt an den Nerven der Menschen. Das Krisenmanagement und die Krisenkommunikation der Bundesregierung ist umstritten, während sich die Fallzahlen negativ entwickeln. Die ganze Hoffnung ruht darauf, die Impf-Geschwindigkeit in den nächsten Wochen deutlich zu erhöhen. Im Rahmen der bundesweiten Impfstrategie sieht das Gesundheitsministerium explizit die Einbindung der Betriebsmedizin vor, indem diese an die örtlichen Impfzentren angegliedert und den Unternehmen Impfstoff zugeteilt wird. Bereits jetzt stehen viele Unternehmen in Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt, um einen möglichen Impfstart im Betrieb vorzubereiten.  

Besonderes Augenmerk auf interner Kommunikation

Aus kommunikativer Sicht ist das Thema heikel, da die gesellschaftlichen Diskussionen rund um die Impfstrategie sich ins Unternehmen verlagern werden, sobald betriebsärztliche Impfungen spruchreif sind. Aus diesem Grund muss die kommunikative Begleitung parallel zur organisatorischen Umsetzung geplant und vorbereitet werden. Zentral ist dabei das Thema interne Kommunikation. Insbesondere müssen dabei die Ängste und Bedenken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fokus stehen.  

Dazu gehören folgende Themen, die im Rahmen eines Q&A abgedeckt werden sollten: 

  • Erfährt mein Arbeitgeber, ob ich mich impfen lasse und habe ich beruflichNachteile zu befürchten, wenn ich mich dagegen entscheide? 
  • Muss ich meinem Arbeitgeber Informationen über Erkrankungen mitteilen, damit intern nach Risikogruppen priorisiert werden kann? 
  • Wer legt die Impfreihenfolge mit welchen Kriterien fest, wenn nicht genügend Impfstoff für alle da ist? Wird intern ggf. nach „Wichtigkeit“ priorisiert oder werden bestimmte Personen / Gruppen begünstigt? 
  • Ich will mich impfen lassen, aber nicht mit AstraZeneca. Kann ich einen anderen Impfstoff bekommen? 

Umgang mit Impf- und Corona-Skeptikern klären 

Die Antworten auf solche Fragen müssen mit Betriebsmedizin und Personalabteilung unbedingt im Vorfeld geklärt sein. Unternehmen tun ebenfalls gut daran, ihre Führungskräfte für eine sensible Kommunikation in diesem Punkt zu schulen. Kritisch könnte aus kommunikativer Sicht werden, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genötigt fühlen, sich impfen zu lassen, obwohl sie es eigentlich nicht wollen. Auch ist mit Widerstand von denjenigen zu rechnen, welche die Existenz des Virus bestreiten oder davon ausgehen, dass die Risiken übertrieben dargestellt werden. Fallstricke gibt es auch in der externen Kommunikation, u.a. dann, wenn es Abweichungen von der Impf-Reihenfolge gegeben haben sollte.  

Die kommunikativen Herausforderungen sind also enorm. Sprechen Sie uns gerne an. Engel & Zimmermann verfügt über jahrelange Erfahrung in Bereich der systematischen Krisenprävention und der Krisenkommunikation 

Königliche Krisenkommunikation

Königliche Krisenkommunikation

Was wir aus dem Krisenstatement des Buckingham Palace lernen können

“Die ganze Familie ist sehr traurig zu erfahren, wie schwierig die vergangenen Jahre für Harry und Meghan gewesen sind. Die angesprochenen Themen, insbesondere das der Hautfarbe, sind besorgniserregend. Auch wenn sich manche Erinnerungen unterscheiden, werden die Themen sehr ernst genommen und im familiären Kreis privat behandelt. Harry, Meghan und Archie werden für immer geliebte Mitglieder der Familie bleiben.”

Zwei Tage für vier Sätze – viel Zeit für ein so kurzes Statement sollte man meinen. Mit eben diesen vier Sätzen hat Queen Elisabeth II. auf ein TV-Interview ihres Enkels und seiner Ehefrau reagiert, in dem das Paar schwerwiegende Anschuldigungen in Richtung königliche Familie erhoben hat.

In der Tat lässt das Statement nur erahnen, wie viele Top-Krisenberater Stunde um Stunde an diesen wenigen Sätzen gefeilt haben. Dabei haben sie die drei goldenen Regeln für ein Krisenstatement beachtet:

Strategie festlegen – welche Rolle wollen Sie mit Ihrem Statement einnehmen? Angreifer, Opfer, Vermittler oder unbeteiligter Dritter? Energischer Aufarbeiter oder empathischer Zurkenntnisnehmer? Für letzteres hat sich der Palast entschieden: Keine Vorwürfe, kein Jammern, keine Arroganz. Allerdings auch kein Schuldeingeständnis oder Bekenntnis zur Veränderung. Das kann man gut oder schlecht finden – aber die Position ist eindeutig.

Zielgruppe klären – wen wollen Sie mit Ihrem Statement in allererster Linie erreichen? Ihre Mitarbeiter, Kunden oder Ihre Aktionäre? Oder vielleicht eine Behörde (der Sie damit indirekt den Kampf erklären wollen)? Die Queen – das ist klar – spricht zu ihrem Volk. Dieses erwartet Mitgefühl und Betroffenheit, und beides bekommt es, plus familiären Touch: Statt der Titel (“Der Herzog und die Herzogin von Sussex“) verwendet Elisabeth II die Vornamen von Harry und Meghan; so kommt die Großmutter zum Tragen. Wer hingegen schonungslose Aufarbeitung oder zur Schau gestellte Zerknirschtheit erwartet hatte – siehe Regel drei:

Absendergerecht auftreten – Ihr Statement muss zu Ihrer Firma, Ihrer Institution passen. Der CEO äußert sich zu jedem Thema lautstark in der Öffentlichkeit? Dann wird diese Offenheit gerade auch in einer kritischen Situation erwartet. Sie formulieren für ein lässiges Start-up? Dann bitte nicht hinter Rechtsfloskeln verstecken, wenn Sie in der Bredouille sind. Der Buckingham Palace bleibt mit seinem Statement – weitgehend – seinem Stil treu: Getreu dem Mantra „Beschwere dich nie, erkläre dich nie.“ Gibt es keinen öffentlichen Schlagabtausch; das Private bleibt privat und in der Familie.

Ein gut gemachtes Krisenstatement spiegelt Ihre Position und Haltung wider, holt Ihre spezifische Zielgruppe ab und ist passgenau zu Ihrem Auftritt. Dafür muss jedes Wort abgewogen, jede Facette mitgedacht, jede Botschaft auf ihre Wirkung und Standfestigkeit überprüft werden. Diese Zeit ist gut investiert – zwei Tage sollten es im akuten Krisenfall jedoch nicht sein.

Young Professionals

Was macht Arbeitgeber attraktiv für Young Professionals?

Die Welt ist konstantem Wandel ausgesetzt – auch die Arbeitswelt, wo demografische und digitale Entwicklungen großen Einfluss nehmen. Der Mensch ist trotzdem immer noch der wichtigste Faktor für jedes Unternehmen – kein Roboter und keine Maschine können die Kreativität einer Designerin oder die versöhnlichen Worte eines Mitarbeiters im Beschwerdemanagement ersetzen. Deshalb ist gut durchdachtes Employer Branding immer noch unumgänglich.

Ganzheitliches Krisenmanagement Warum „Resilienz“ zu kurz greift

Ganzheitliches Krisenmanagement: Warum „Resilienz“ zu kurz greift

Der Begriff der Resilienz hat Hochkonjunktur. Sprechen wir vom Individuum geht es um die Fähigkeit, in Zeiten großer Unsicherheit existenzielle Krisen zu überstehen und sich nicht vom Schicksal unterkriegen zu lassen. Doch längst wird auch Organisationen erklärt, dass sie resilient sein müssen. Die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) etwa unterhält einen Expertenkreis Corporate Resilience, McKinsey & Company spricht von Business Resilience und längst werben dutzende von PR-Agenturen damit, dass Unternehmen organisatorische Resilienz besitzen müssten. So inflationär der Begriff auch gebraucht wird, ist er allein unzureichend, um eine umfassende Krisenprävention und -kommunikation zu beschreiben.

Krisenerfahrungen aktiv integrieren
Etymologisch geht die Resilienz auf das lateinische Verbum „resilire“ zurück, was so viel wie „zurückspringen“ und „abprallen“ bedeutet. Benutzt wurde der Begriff lange Zeit vor allem in der Physik und bezeichnete die Fähigkeit eines Werkstoffes, sich verformen zu lassen und dennoch in die ursprüngliche Form zurückzufinden. Für die Fähigkeit von Unternehmen, Krisen erfolgreich abzuwehren, ist dies aber viel zu kurz gedacht. Es darf gerade nicht das Ziel sein, Krisen irgendwie zu überstehen und im Anschluss Prozesse, Abläufe und Entscheidungswege unverändert beizubehalten. Das Ziel nach einer Krise ist nicht der Status quo ante, sondern ein neuer Zustand, in dem die Erfahrungen und Fehler der Krisenbewältigung aktiv in die Organisation integriert worden sind.

Systematische Prävention als zweite Säule
Resiliente Unternehmen, die wie gerade geschildert mit Krisen umgehen, sind also weit von gutem Krisenmanagement entfernt. Etwas passender erscheint der Begriff, wenn unter Resilienz die Fähigkeit verstanden wird, Krisen wirksam begegnen zu können. Dann beschreibt er die Realität vieler Unternehmen, gerade in krisenaffinen Branchen, wonach sie früher oder später auf jeden Fall mit Krisen konfrontiert werden. Resilienz versteht die Krise demnach als unabwendbares Ereignis, ist aber immer noch unzureichend, weil viele Krisen in der Praxis eben doch a priori abgewendet werden können. Deshalb gilt: Ganzheitliches Krisenmanagement muss immer eine Kombination aus resilienter Widerstandsfähigkeit und systematischer Prävention darstellen!

Wirksame Krisenprävention versucht aktiv potenzielle Krisenszenarien zu identifizieren und Maßnahmen zu entwickeln, um die Eintrittswahrscheinlichkeit möglichst weit zu senken. Resilienz bedeutet dagegen für Unternehmen, eine Strategie zu haben, mit der sie Krisen begegnen. Auf ein konkretes Beispiel gewendet bedeutet dies: Unternehmen sollten ein Team haben, das für den Umgang mit Social Media in sensiblen Situationen geschult ist (Resilienz), aber auch wissen, welche Sprache vermieden werden muss, um eine kritische Situation zu verursachen (Prävention).

Was können Unternehmen also tun?
Ein ganzheitliches Krisenmanagement besteht aus den folgenden drei Säulen:

  1. Prävention: Welche (kommunikativen) Risikopotenziale gibt es und lässt sich die Eintrittswahrscheinlichkeit effektiv senken?
  2. Resilienz: Aufbau belastbarer Strukturen, um im Krisenfall erfolgreich zu deeskalieren.
  3. Krisen-Nachbereitung: Krisen müssen in Betrieben ehrlich nachbereitet und Fehler thematisiert werden. Nur auf diese Weise lassen sich Verbesserungen ableiten.

Sprechen Sie uns gerne an: Engel & Zimmermann identifiziert mit Ihnen die kommunikativen Pain Points und unterstützt im Aufbau von tragfähigen Strukturen für die Krisenkommunikation.

Wie funktioniert Unternehmenskommunikation über Podcasts?

Gehört werden! – Wie funktioniert Unternehmenskommunikation über Podcasts?

Eine Talkshow für unterwegs – so lässt sich ‚Podcast‘ am schnellsten beschreiben. Laut einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom (August 2020) lauscht bereits jeder dritte Deutsche regelmäßig diesen online verbreiteten – radioartigen – Sendungen. Zum Vergleich: Im Vorjahr war es noch jeder Vierte. Ein Grund für diesen Trend findet sich im Zeitgeist. In der zunehmend von Streamingdiensten dominierten Medienlandschaft steigt das Bedürfnis der Konsumenten, Informationen und Unterhaltung ‚on demand‘ abzurufen – und dank Smartphone-Apps ist dies immer und überall möglichFormate wie Podcasts werden dadurch zur idealen Begleitung im Alltag. Vom morgendlichen Nachrichtenüberblick, über Radioersatz bei Autofahrten und Beschallung während Haushaltstätigkeiten oder der beruflichen Arbeit, bis hin zur Berieselung beim Einschlafen – in fast allen Lebensbereichen finden sie Gehör.   

Drei Optionen zur Verwendung von Podcasts in der Öffentlichkeitsarbeit
Podcasts haben sich schon längst vom Geheimtipp zubeliebten Medienformat entwickelt. Das macht sie auch für die Imagepflege des eigenen Unternehmens relevant. Aber warum? 

Mit der Beachtung von Podcasts beweisen Sie, die Bedürfnisse einer potenziellen Zielgruppe bis 49 Jahre verstanden zu haben. Sendungsinhalte lassen sich zudem optimal in Social Media Profile einbinden (zum Beispiel durch Verweise oder Zitate). Besonders interessant ist jedoch die Bereitschaft des Podcastpublikums, sich längere Zeit am Stück mit einem gezielt ausgewählten Thema zu beschäftigen (laut Bitkom liegt die optimale Episodenlänge übrigens bei 18 Minuten). 
Um über Podcasts eine Öffentlichkeit für das eigene Unternehmen zu schaffen, gibt es drei gängige Varianten: 

1) Klassisches Influencermarketing:
Genau wie in sozialen Netzwerken gibt es mittlerweile in der Podcast-Szene Influencer, die Einkünfte über Produktplatzierungen generieren. Üblicherweise wird dabei die Werbung in den Kontext des Formates eingebaut. Die Moderatoren sprechen eine Empfehlung aus, die im Optimalfall sogar auf ihrer persönlichen Erfahrung mit dem Produkt beruht. Zusätzlich bieten die großen Streamingplattformen die Möglichkeit, in ihren eigenen Produktionen einen Werbespot einzubauen – wie beispielsweise im reichweitenstarken Spotify-Podcast Fest & Flauschig.

2) Einen Kanal produzieren 
Bei dieser Variante ist ein Unternehmen fester Bestandteil der Sendungen, aber ohne diese selbst zu gestalten. Vergleichbar ist das mit einem dauerhaften Sponsoring. Ein solches Vorgehen ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich ein Produkt logisch in das Thema des Podcast-Kanals einbetten lässt. Ein Beispiel zur Veranschaulichung: GeloRevoice Halstabletten präsentiert den Kanal ‚Nie gehört, in dem Menschen mit außergewöhnlichen Berufen oder Hobbys “eine Stimme bekommen”.

3) Eine Sendung in Eigenregie
Die meisten, kommunikative Vorteile bringt es, einen Podcast unternehmensintern zu produzieren. Zum einen ist dadurch volle Kontrolle über den Sendungsinhalt und den Kontext der Informationsverbreitung gegeben, zum anderen kann sich viel ausgiebiger Zeit genommen werden, um relevante Themen des Unternehmens zu erörternExemplarisch lässt sich in diesem Zusammenhang der Podcast des Hotelverband Deutschland (IHA) anführen: In ‚So Geht Hotel Heute’ stehen Branchenthemen der Hotellerie im Fokus. 

Der Weg zum Unternehmenspodcast
Mit einem Unternehmenspodcast die breite Masse zu erreichen gelingt eher seltenDie Themen sind dafür oftmals zu speziell. Allerdings können sowohl Branchenpartner als auch Kunden angesprochen und auf dem Laufenden gehalten werden. Darüber hinaus verbessert ein spannend gestaltetes Format die Chance, sich von Konkurrenten abzuheben und dabei die eigene Reputation in bislang nicht erschlossenen Interessengruppen zu steigern. Nebenbei bemerkt: In großen Unternehmen sind Podcasts zudem hervorragend zur internen Kommunikation geeignet
Um eine erfolgreiche Sendung zu gestalten, sollten Sie vorab folgende Fragen beantworten: 

  • An wen richtet sich die Kommunikation? 
    Die Definition der Zielgruppe hat großen Einfluss darauf, wie beispielsweise die Tonalität des Podcasts gestaltet wird. Sollen auf seriöse Weise politische Anliegen vermittelt werdensind branchenspezifische Begriffe bedenkenlos verwendbar, oder ist vielleicht sogar Selbstironie angebracht? 
  • Welcher Aspekt des Unternehmens wird besprochen? 
    Eine genaue Definition der thematischen Ausrichtung verhindert, dass an der Zielgruppe vorbei kommuniziert wird. 
  • Wer kommuniziert?
    Die Optionen hierzu sind mannigfaltig. Die Anzahl der Moderatoren hat zum Beispiel großen Einfluss auf die Gesprächsatmosphäre. Stammen die Gesprächsleiter aus dem Unternehmen, oder sind es neutrale Externe? Diesbezüglich ist ebenfalls zu klären, ob immer dieselben Personen sprechen und ob eventuell Gäste (Branchenexperten, Wissenschaftler, Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens, etc.) eingebunden werden. 
  • Wie erfahren potenzielle Interessenten von dem Angebot?
    Der Inhalt kann noch so gut sein – wenn der Podcast sein Publikum nicht erreicht, kann er auch nicht zu einer attraktiven Unternehmenskommunikation beitragen 

Sprechen Sie uns gerne an: Engel & Zimmermann begleitet den Prozess einer Konzeption und unterstützt bei der technischen Umsetzung – für einen hörenswerten Podcast, der von Ihrer Zielgruppe wahrgenommen wird.

Vier Tipps für eine starke Stimme bei Telefon- und Video-Konferenzen

Vier Tipps für eine starke Stimme bei Telefon- und Video-Konferenzen

So vermeiden Sie „Zoom-Fatigue“: Vier einfache Tipps, wie Sie in Telefon- und Video-Konferenzen stärker wahrgenommen werden.

Der britische König Georg VI. hielt nach dem deutschen Angriff auf Polen 1939 seine wichtigste Rundfunkrede an die Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten Königreiches. Nach anfänglichem Zögern wurde es schließlich eine der eindrucksvollsten Reden, die Georg VI. jemals gehalten hat. Und das, obwohl er noch wenige Jahre zuvor stotterte und unter extremen Lampenfieber litt. Kongenial ist diese Geschichte in „The King’s Speech“ verfilmt worden. Wie schafft man es, von einem Stotterer zu einem guten Redner zu werden? Georg VI. hatte bereits Hilfe, als er noch Albert, Herzog von York, war. Ein Sprachtherapeut brachte ihm mit unkonventionellen Mitteln bei, dass man Stottern überwinden kann. Dazu war allerdings viel Übung nötigUnd was das angeht, leben wir heute in glorreichen Zeiten: Die vielen virtuellen Konferenzen ermöglichen es uns, die Präsenz und die Ausdrucksstärke unserer Stimme jeden Tag zu üben. Wenn Sie auf diese vier einfachen Regeln achten, dann werden Sie in Zukunft besser wahrgenommen und die anderen schenken Ihnen mehr Gehör

    1. Reden Sie langsamer

      Jeder von uns hat eine natürliche und individuelle Redegeschwindigkeit. Beim persönlichen Kontakt ist es wesentlich einfacher, einer anderen Person beim Sprechen zu folgen, weil wir auf das ganze Spektrum der Gesichtsausdrücke und der Körpersprache zurückgreifen können. Virtuelle Besprechungen sind dagegen unnatürlich. Das Bild kann einfrieren, ist unscharf oder wird nur mit Verzögerung dargestellt. In Telefonkonferenzen müssen wir uns sogar nur auf die Stimme verlassen. Das ist teilweise so anstrengend, dass es schon einen Ausdruck dafür gibt: „Zoom-Fatigue“, der Erschöpfungszustand nach einer Video-Konferenz. In einem Interview mit der britischen BBC sagte der Verhaltensforscher und Professor an der Wirtschaftshochschule InseadGianpiero Petriglieri: „Videochats bedeuten, dass es uns schwerer fällt, nonverbale Hinweise wie Mimik, Stimmlage oder Körpersprache zu lesen. Darauf stärker achten zu müssen verbraucht eine Menge Energie.“ Ein wirksames Mittel, damit die Zuhörer am Ball bleiben: Verlangsamen Sie die Sprechgeschwindigkeit. Normalerweise sprechen wir mit einer Geschwindigkeit von 150 bis 170 Wörtern pro Minute. Für virtuelle Konferenzen sollten wir nur ca. 140 Wörter pro Minute in den Mund nehmen. Finden Sie Ihre Geschwindigkeit. Und werden Sie nicht zu langsam, damit Ihre Zuhörer nicht einschlafen. 

    2. Pausieren Sie für mehr Wirkung

      Eine gute Möglichkeit, um die Sprechgeschwindigkeit zu verlangsamen, sind Pausen nach Kernbotschaften. Lassen Sie den Wörtern Raum, sich zu entfalten. Bei einer Präsentation sind wir oft versucht, entstehende Pausen mit Füllwörtern wir „äh“ oder „ehm“ zu füllen. Nutzen Sie stattdessen Ruhe als eine Taktik. Das setzt eine gewisse Besprechungsdisziplin aller Teilnehmer voraus, damit andere eine Pause nicht als Signal verstehen Ihren Beitrag zu unterbrechen. Oft sprechen wir gerade dann schnell, wenn wir Angst vor Unterbrechung haben. 

    3. Artikulieren Sie klar und deutlich

      Folgendes Setting: In einer Telefonkonferenz sitzen am anderen Ende der Leitung fünf Personen in einem Raum mit einer Mikrofonspinne in der Mitte. Der Raum hallt unerbittlich. Einer der Teilnehmer sitzt weit weg von der Spinne und spricht schnell im lokalen Dialekt. Sie verstehen kein Wort. Tun Sie das den Teilnehmern bei virtuellen Konferenzen nicht an. Sprechen Sie klar und deutlich in das Mikro, sodass Ihr Beitrag auch gehört werden kann. Viele neigen bei einem normalen Gespräch dazu, Endungen zu verschlucken. Machen Sie sich bewusst, dass eine virtuelle Konferenz keine normale Gesprächssituation ist. Üben Sie, wenn nötig, vorher die Aussprache mit berühmten Artikulationsübungen wie „Fischers Fritze fischt frische Fische“ oder „Der Kaplan klebt Pappplakate“.  

    4. Verwenden Sie ein Qualitätsmikrofon

      Die eingebauten Mikrofone von Laptops sind nicht besonders gut. Durch die Datenkompression der Videosoftware wird dieser Ton oft noch schlechter. Sie können die Ausgangsqualität des Tonsignals erheblich verbessern, wenn Sie ein ordentliches Mikrofon oder ein hochwertiges Headset für Ihre virtuellen Konferenzen nutzen. In einem Raum mit mehreren Kolleginnen und Kollegen ist sogar ein Headset mit einer Unterdrückungsfunktion der Umgebungsgeräusche sinnvoll.  

    Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir auch nach der Corona-Pandemie wesentlich mehr Zeit in virtuellen Konferenzen verbringen werden. Eine deutliche, klar verständliche Sprache kann verhindern, dass Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen an der „Zoom-Fatigue“ leiden. Das Wichtigste aber ist: Eine klare, verständliche Sprache beugt auch Missverständnissen zuverlässig vor.

Flughafen Ber - Wenn Kommunikation keine Chance hat

Flughafen BER – Wenn Kommunikation keine Chance hat

Zunächst war da ein Plan. Steigende Passagierzahlen, zwei Flughäfen, die zu eng und nicht ausbaufähig sind, eine Hauptstadt, die wächst und deren internationale Relevanz stärker wird. Ergo: Berlin braucht einen neuen, größeren, besseren Flughafen, damit die Welt das Berliner Machtzentrum auch als solches wahrnehmen – und vor allem: besser und schneller erreichen – kann. Gute Gründe, zugegeben. Auch wenn es viele Liebhaber des kuscheligen Flughafens in Tegel gab, konnten die Gründe durchaus überzeugen.

Den Startschuss gaben der Regierende Bürgermeister von Berlin, Brandenburgs Ministerpräsident und der Bundesverkehrsminister im Jahr 2006. Tolle Pläne, schöne Bilder, überschwängliche Reden. Was dann folgte waren Pleiten, Pech und Pannen. Kostenexplosion, Zeitverzögerungen, technische Mängel, Rügen von Genehmigern und Brandschützern, mangelnde Bauaufsicht. Die Liste ist unendlich und wurde an anderen Stellen intensivst erforscht… Warum es gerade mitten in der Corona-Pandemie plötzlich so schnell voran ging, konnte mir noch keiner so wirklich erklären.

Was leider noch dazu kam: eine absolut unzureichende, ja unsicht- und unhörbare Kommunikation.

Zahlreiche Pressesprecher verschlissen (ich zähle fünf, vielleicht auch ein paar mehr, man verliert ja leicht den Überblick bei einem solchen Großprojekt), manchmal gar keine Information, gefolgt von leeren Versprechen, zahlreichen Zusagen für einen Eröffnungstermin – natürlich alle wieder zurückgezogen –, falschen Aussagen und verschwiegenen Tatsachen. Keine leichte Aufgabe für die Kommunikationsabteilung. Und wenn mal ein Pressesprecher dafür warb, sich offen zu den Versäumnissen beim Bau zu bekennen, wurde er geschasst.*

Warum wir uns damit beschäftigen? Es hätte es eine Glanzleistung für die Kommunikation werden können: innovativer und architektonisch gelobter Bau, komplexe technische erklärungsbedürftige Zusammenhänge, berühmte Akteure, internationale Relevanz, Themen, Themen, Themen. Ein Eldorado für jeden Storyteller. Ein Großprojekt wie dieses erfordert eine konsequente, durchdachte Kommunikationsstrategie, die alle Kommunikationsebenen miteinschließt. Genehmigungs- und Baukommunikation, Dialog mit Stakeholdern und Bürgern, Technik- und Architektur-PR, Online- und Live-Kommunikation. Klassische Projektkommunikation. Und natürlich auch die Kommunikation in kritischen Situationen.

Fehler passieren in solchen Großprojekten und Zeitverzögerungen gibt es auch immer. Dafür hat man einen guten Krisenkommunikationsplan in der Schublade. Ich würde behaupten, dass es diesen sicher auch gab. Nur: Er kann nicht funktionieren, wenn die faktische Projektplanung versagt. Der Aufsichtsrat war mit Politikern besetzt, denen das Fachwissen fehlte. Und ein externes Controlling gab es nicht.

Ich habe neulich etwas von umgekehrtem Darwinismus gelesen: Große Investitionsprojekte erzeugen eine Situation, in denen sich Beteiligte gegenseitig in Kosten unterbieten und im Nutzen überbieten wollen. Baukonzerne und Architekten untertreiben Kosten, um eine Ausschreibung zu gewinnen. Oder ein Politiker will sich ein Denkmal bauen und legitimiert das Projekt gegenüber der Öffentlichkeit durch das Herunterspielen der Kosten. „Survival of the unfittest“ nennt der dänische Wirtschaftsgeograf Bent Flyvbjerg das.**

Wenn ein so gravierendes Governance-Problem auftritt, ist Kommunikation leider meist abgeschrieben. Schade. Denn das Projekt hätte es hergegeben. Und bei vielen anderen Beispielen zeigt sich, dass auch schwierige Situationen durch eine gute Kommunikation gerettet oder zumindest besser erklärt werden können. Manchmal hilft nur die Flucht nach vorn. Dann aber bitte nicht mit noch mehr unglaubwürdigen Ausreden und haltlosen Versprechen von einem weiteren Politiker.

Eine gut aufgebaute, positive Basiskommunikation und offener kontinuierlicher Dialog schaffen Akzeptanz und Verständnis. Für die Notwendigkeit eines solchen Vorhaben, für Beeinträchtigungen, sogar für hohe Budgets. Sie ist Grundvoraussetzung dafür, dass Projekte in dieser Dimension überhaupt umgesetzt werden können. Dann hört auch jemand zu, wenn man in eine kritische Situation gerät. Kommunikation ist immer Teil des Projekterfolgs. Das wissen wir nicht erst seit Stuttgart 21.

In diesem Fall ist das Kind leider schon sehr früh in den Brunnen gefallen. Eine transparente, ehrliche, offene Kommunikation von Anfang an? Fehlanzeige. Faktische Projektfehler waren dann auch mit Kommunikation nicht mehr zu erklären. Der Fisch stinkt vom Kopf, sagt man. Oder wie heißt es in Berlin? Egal. Vielleicht beim nächsten Mal.

In diesem Sinne: Guten Flug.

Diesen Beitrag finden Sie auch im aktuellen PR Magazin.

* https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/flughafen-berlin-brandenburg-ber-sprecher-gibt-zu-ehrliches-interview-und-fliegt-1.2943897

** https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/stuttgart-21-flughafen-ber-warum-grossprojekte-haeufig-zu-finanziellen-desastern-werden/23960406.html

Was tun, wenn falsche Information durch die Presse kursiert

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit – Was tun, wenn falsche Information durch die Presse kursiert

Was tun, wenn falsche Information durch die Presse kursiert? Jedem Kommunikationsspezialisten ist dieser Fall im Laufe seiner Karriere bereits untergekommen: Eine negative Nachricht über das eigene Unternehmen gelangt in die Öffentlichkeit. Per se ist das nichts Außergewöhnliches, da Journalisten als vierte Gewalt im Staat Menschen über Verfehlungen und Missstände aufzuklären haben. Aber falls es sich dabei um eine falsche Information handelt, kann diese schnell zu Unrecht negative Auswirkungen auf die Reputation des Unternehmens haben. Jetzt heißt es handeln, und zwar schnell. Vorab stellt sich allerdings zuerst die Frage: Um was für eine Art von falscher Information handelt es sich überhaupt? Falsche Information aus Perspektive des Unternehmens, also Inhalte, die zwar richtig sind, aber nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen? Oder Information, deren Wahrheitsgehalt nicht korrekt ist?  

Ersteres ist ärgerlich und kann das Image stark beschädigen, jedoch sind Kommunikationsverantwortlichen bei fundiert recherchierten Berichten über tatsächliche Begebenheiten die Hände gebunden. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film sind durch Art. 5 Abs. I 2, 3, Abs. II GG und durch Verfassungsbestimmungen der Länder geregelt. Auch bei der klaren Formulierung einer Kritik oder persönlichen Wertung durch den Autor kann wenig ausgerichtet werden, da dieser sich auf das Recht der Meinungsfreiheit berufen kann.  

Bei faktisch falschen Presseveröffentlichungen allerdings stehen den Betroffenen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, sich gegen die Verbreitung der Information zu wehren. Bevor man sich aber entscheidet, diese Maßnahmen zu ergreifen, sollte eines abgewogen werden: Ist die Behauptung so schwerwiegend, dass ich in Kauf nehme, die Öffentlichkeit durch eine Richtigstellung erneut auf das Thema aufmerksam zu machen? Es besteht die Gefahr, dass mehr hängen bleibt, als es ursprünglich der Fall wäre. Ist der Schaden durch die Veröffentlichung allerdings so gravierend, dass auf die Korrektur durch das Medium bestanden werden muss, gibt es mehrere Herangehensweisen.  

Am einfachsten ist der Versuch, bei einer unwahren Behauptung, einen Leserbrief zu verfassen und dem Medium zuzustellen. In diesem ersten Schritt werden keine anwaltschaftlichen Hilfen in Anspruch genommen, was das Verhältnis zur Redaktion schont, und man kann die eigene Meinung platzieren. Ein Leserbrief sollte allerdings nicht ohne Vorabinformation des Redakteurs erfolgen. Er sollte Bescheid wissen, dass man die unwahre Behauptung, die sich in seiner Meinung wiederfindet, aufgenommen hat, allerdings eine andere Auffassung zu dem Thema habe und diese auch kundtun möchte. Das zeugt von gegenseitigem Respekt und hilft die Chance zu steigern, dass der Leserbrief aus Fairnessgründen ebenfalls veröffentlicht wird. 

Bevor man zu juristischen Mittel greift, bietet sich noch eine einvernehmliche Richtigstellung an. In Absprache mit dem Redakteur und mit bereits vorab formulierten Inhalten kann durch eine Richtigstellung anwaltschaftliches Vorgehen vermieden werden. Erst wenn Verlage dies Richtigstellung verweigern, sollte der juristische Weg mit einer Gegendarstellung beschritten werden.  

Jeder Redakteur verpflichtet sich bei der Ausübung seiner Tätigkeit freiwillig die im Pressekodex festgelegten ethischen Standards für den Journalismus zu wahren. Diese 16 Ziffern regeln unter anderem die Sorgfalt in der Recherche als auch die Verpflichtung, veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellen, richtigzustellen. Sollte eine Information dennoch falsch recherchiert oder verstanden worden sein und das Medium aber behauptet, richtig zu liegen, eignet sich am besten eine Korrektur durch eine Gegendarstellung. Dabei muss sichergestellt sein, dass beide Mitteilungen denselben Adressatenkreis erreichen können. Die Gegendarstellung muss also in vergleichbarer Größe, Erscheinungsbild und Umfang über dieselben Kanäle verbreitet werden wie die Erstmitteilung. Für den Leser muss dabei erkennbar sein, dass die vorangegangene Meldung ganz oder zum Teil unrichtig war. Deshalb nimmt eine Gegendarstellung bei der Wiedergabe des korrekten Sachverhalts auf die vorangegangene Falschmeldung Bezug. Der wahre Sachverhalt wird geschildert, auch dann, wenn der Irrtum bereits in anderer Weise in der Öffentlichkeit eingestanden worden ist. Bei Online-Veröffentlichungen wird eine Gegendarstellung mit dem ursprünglichen Beitrag verbunden. Erfolgt sie in dem Beitrag selbst, so wird dies kenntlich gemacht.  

Durch das Internet sind multiple neue Kommunikationsplattformen entstanden, die durch unterschiedliche Akteure mit ihrer individuellen Botschaft bespielt werden. Zwar lassen sich inhaltliche Fehler online leichter korrigieren als bei Print-Formaten, allerdings vergisst das Internet nie. Nach Rücksprache mit dem Autor des Textes kann die Korrektur durch diesen direkt innerhalb des Betrages durchgeführt werden. Sollte es sich nicht um eine schwerwiegende Falschinformation handeln, kann auf einen veröffentlichten Korrekturhinweis verzichtet werden. Gleiches gilt auch für Social Media Beiträge. Sollte es sich allerdings um einen schwerwiegenden Fehler handeln, greifen auch hier die gleichen Werkzeuge wie beim klassischen Printmedium 

Bei Presseanfragen kann man anhand der gestellten Fragen man bereits früh erkennenob die zukünftige Berichterstattung in eine Richtung tendiert, die mit Fehlinformationen einen schwerwiegenden Reputationsschaden verursachen wird. Dieser wäre dann auch mit einer Richtigstellung oder Zahlung eines Schadensersatzes nicht zu kompensieren. Häufig ist es dann ratsam, bereits früh einen Anwalt einzuschalten und etwaige rechtliche Schritte anzukündigen, sofern eine gewisse Botschaft weiterverbreitet würde. Unterlassungserklärungen in Verbindung mit Vertragsstrafen bei Zuwiderhandlungen unterbinden die Wiederholungen der verbreiteten Meldung. Gerade bei Boulevardjournalismus haben presserechtliche Informationsschreiben und Warnschreiben in diesem Zusammenhang Wirkung gezeigt. Für investigativen Journalismus eher nicht. Hier wäre es ratsam, Hintergrundgespräche und -informationen anzubieten und eigene PR-Kampagnen zu dem jeweiligen Thema zu platzieren.  

Wenn man auf Rechtsbeistand zurückgreift, muss eines jedoch klar sein: Das Verhältnis zur Redaktion wird dauerhaft beeinträchtigt werden. Der Weg über einen Anwalt ist die letzte Möglichkeit sich zu verteidigen. Zwar gibt es Fälle von mutwilliger Falschberichterstattung, allerdings sind das seltene Ausnahmen. Ein kluger Umgang mit dem Thema wäre, mit dem Journalisten das Gespräch zu suchen, und die Gründe für seine Kritik oder Fehlinformation zu erfahren. Fehler können passieren, auch einem Journalisten. Bereits ein unabsichtlich vergessenes Wort kann den Informationsgehalt einer Meldung gänzlich verdrehen, ohne, dass es Absicht gewesen ist.

ASP: Wie man sich kommunikativ auf Tierseuchen vorbereitet

Nach dem ASP-Fall in Brandenburg: Wie sich Unternehmen auf eine Ausbreitung der Seuche vorbereiten sollten

Die Tierseuche Afrikanische Schweinepest (ASP) in heimischen Tierbeständen ist ein Horrorszenario der deutschen Fleischwirtschaft. Seit 10. September ist klar: Nachdem die Erkrankung bei einem toten Wildschwein in Brandenburg festgestellt worden ist, ist die Seuche auch in Deutschland angekommen. Der wirtschaftliche Schaden, den eine solch hochinfektiöse Tierseuche in Unternehmen verursachen kann, wäre kaum zu beziffern. Auch die kommunikativen Herausforderungen sind enorm. Gleichzeitig müssen die Unternehmen mit den Anfragen und dem Informationsbedarf des Handels, der Lieferanten, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit jonglieren. Bedeutet: Jetzt gilt es, sich im Rahmen der Krisenprävention auf den Ernstfall und eine weitere Ausbreitung der Schweinepest vorzubereiten.

  • Für die unterschiedlichen Zielgruppen müssen reaktive Statements für verschiedene Kommunikationskanäle (u.a. Website, Social Media, Aushänge, Schreiben an Geschäftspartner etc.) und Fragen & Antworten erstellt werden, die über den aktuellen Sachstand informieren.
  • Auch wenn der Kern der Botschaft für jede Zielgruppe identisch sein muss, ist die Aufbereitung der Inhalte individuell unterschiedlich. Ein Fachjournalist beispielsweise verfügt über ein anderes Vorwissen als der Redakteur einer Tageszeitung. Und der Handel verlangt andere Informationen als die breite Öffentlichkeit
  • Insbesondere für die Kommunikation mit dem Verbraucher bzw. dem Kunden an der Bedientheke gilt: Für Sie mag es keine Rede wert sein, dass ASP nicht auf Menschen überspringt, aber viele Endkunden sind sich dessen gar nicht bewusst. Vermeiden Sie daher zum einen eine technische Sprache voller Fachbegriffe. Diese sind Ihren Adressaten vielleicht gar nicht bekannt. Zum anderen beschreiben Sie Ihre präventiven Maßnahmen sehr anschaulich und verständlich. Das schafft Vertrauen.
  • Als Unternehmen sollten Sie nur dann aktiv medial Stellung beziehen, wenn Ihr Unternehmen tatsächlich im Fokus steht. Generische Anfragen können Branchenverbände dezidiert beantworten, das müssen Sie nicht tun.

Erst Check der Krisenprävention, dann Maßnahmen

Wie kann Sie Engel & Zimmermann unterstützen und einen möglichen Imageschaden minimieren helfen? Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir Ihre individuelle Situation und den Status Ihrer Krisenprävention. Daraus ergibt sich in der Regel ein Bild von der Gefährdungslage Ihres Unternehmens unter kommunikativen Gesichtspunkten. Anschließend übernehmen wir die zielgruppengerechte Texterstellung. Das ist häufig der wichtigste Baustein beim kommunikativen Umgang mit Tierseuchen.

Gerne stehen wir Ihnen für ein unverbindliches Telefonat unter der 089-893 56 33 zur Verfügung. Ansprechpartner: Dr. Matthias Glötzner. E-Mail: info@engel-zimmermann.de; Stichwort Tierseuchen.