Neues Workshop-Format zur strategischen Krisen-Evaluation

Aus Fehlern lernen oder „Nach der Krise ist vor der Krise“: Neues Workshop-Format zur strategischen Krisen-Evaluation

Das Paradox der Krisen-Nachbereitung: Entscheidend und doch vernachlässigt

Die Krisen-Nachbereitung gehört zu den wichtigsten Tools der strategischen Krisenkommunikation. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie des Crisis Communications Network Europe (CCNE): Knapp 85 Prozent der befragten Berater und Beraterinnen aus den neun Mitgliedsländern des Netzwerks halten die nachträgliche Aufarbeitung von Krisen für wichtig oder sogar sehr wichtig. Gleichzeitig nehmen allerdings nur etwa die Hälfte aller Unternehmen Maßnahmen zur kommunikativen Nachbereitung überhaupt in Anspruch. Obwohl die Evaluation ein klassischer Prozessschritt des strategischen (Krisen-) Managements ist, wird sie doch häufig aufgeschoben, verdrängt und schlussendlich komplett vernachlässigt.

Warum eine Aufarbeitung der Krisenkommunikation sich trotzdem lohnt

Was sind die Gründe für das geringe Interesse an der Nachbereitung? Zum einen ist es unangenehm, sich nach einer akuten und teilweise auch schmerzhaften Krisenphase wieder mit den Themen zu beschäftigen. Besonders schwere Krisen, die der Reputation des Unternehmens langfristig schaden, hinterlassen im kollektiven Unternehmensgedächtnis ein Trauma und nehmen auch die Mitarbeiter emotional mit. Nichts ist hier verständlicher als der Wunsch, Gras über die Sachen wachsen lassen zu wollen. Auch die Beidhändigkeit zwischen Tagesgeschäft und internen Themen erschwert die Krisen-Evaluation – ziehen letztere zugunsten von Umsatzzielen und Effizienz doch zu oft den Kürzeren.

Nichtsdestotrotz ist „wenn mal Zeit ist“ nicht rechtzeitig genug, um sich mit er vergangenen Krise zu beschäftigen – denn sie ist im Grunde wie lästige Rückenschmerzen. Man kann sie ignorieren und damit eine Weile den Alltag bewältigen, aber wenn die Muskulatur nicht stabilisiert wird, werden sie immer stärker und es droht die nächste Krise, in diesem Fall z. B. ein Bandscheibenvorfall. Hinzu kommt, dass die viele Krisen nicht ausschließlich exogene Ursachen haben: Krisen entstehen im Unternehmen, weil z.B. Kontrollmechanismen versagt haben, und sie werden vor allem durch das Handeln des Unternehmens zum Guten oder Schlechten beeinflusst. Deswegen müssen Ursachen behoben und die Prozesse in Sondersituationen optimiert werden

Krisen-Evaluation nach innen und außen: Prozesse schärfen und Vertrauen zurückgewinnen

Um das zu verhindern wirkt die strategische Krisen-Nachbereitung von Engel & Zimmermann in zwei Richtungen: nach innen und nach außen. Auf Basis eines ausführlichen Medienmonitorings, mittels anschließender Analyse und im gemeinsamen Gespräch mit Ihnen finden wir heraus, ob und wie ihre Botschaften in der vergangenen Krise verfangen sind. In Hinblick auf Ihre internen Prozesse führen wir Gespräche mit allen beteiligten Abteilungen im Krisenprozess und identifizieren so Schwachstellen, aber auch gelungenes Vorgehen. Auf Wunsch können auch externe Akteure, wie IT-Dienstleister oder Anwaltskanzleien, einbezogen werden. Auf Basis dieser Gespräche und Ihrer Unterlagen geben wir Ihnen in einem gemeinsamen Abschlusstermin einen Überblick zum Status Quo und entwickeln Verbesserungsmaßnahmen.

Gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Team legen wir den Finger in die Wunde, schauen dorthin, wo es wehtut – und gehen dabei doch behutsam vor. In über 40 Jahren Erfahrung in der Krisenkommunikation haben wir bei Engel & Zimmermann gelernt: Die nächste Krise kommt meist schneller als gedacht. Auf diese möchten wir Sie bestmöglich vorbereiten und dafür sorgen, dass Sie nicht in alte Muster zurückfallen. Denn nach der Krise ist bekanntlich vor der Krise. Sprechen Sie uns an!