Humor ist, wenn man trotzdem lacht đŸ€” – Wie GrenzfĂ€lle des Humors im Netz zur Stolperfalle werden

Über Geschmack lĂ€sst sich bekanntlich sehr gut streiten. Ein aktuelles Beispiel, das hitzige Diskussionen auf Facebook ausgelöst hat, liefert der Discount-Riese LIDL.

Zur Rekapitulierung:

Nach dem „Muttertag-Debakel“ in 2018 hat der Discounter jetzt mit der diskussions-wĂŒrdigen BildĂŒberschrift „Loch ist Loch“ erneut fĂŒr eine Sexismus-Debatte gesorgt. Wie bereits im vergangenen Jahr ruderte das Unternehmen zurĂŒck und löschte den Beitrag kurzerhand aus seinem Facebook-Kanal, was das entsprechende Medienecho aber nicht mehr verhindern konnte – horizont.net, merkur.de, waz.de etc. berichteten.

Was wir aus diesem Fall lernen

„Jede PR ist gute PR“? In jedem Fall nicht! Klar ist, dass in der heutigen Aufmerksamkeits-ökonomie nur besonders interessante Kommunikation fĂŒr die gewĂŒnschte Verbreitung der eigenen Inhalte sorgt. Dabei muss die Grenze des guten Geschmacks immer wieder neu abgesteckt und dem Zeitgeist sowie Markenkern angepasst werden. HierfĂŒr braucht es vor allem Zeit und unternehmensinterne Ressourcen, damit die in der Regel beauftragte Social-Media-Agentur alias „Content-Fabrik“ klare Richtlinien bekommt und definierte Freigabeprozesse sowie eine QualitĂ€tssicherung garantiert sind.

Und selbst wenn die Strategie eine gezielte GrenzĂŒberschreitung ist, um grĂ¶ĂŸtmögliche Aufmerksamkeit zu erzielen, gibt es trotzdem moralische und gesellschaftliche Aspekte, deren BerĂŒcksichtigung sinnvoll sind. Anderenfalls steht schnell die eigene GlaubwĂŒrdigkeit und LoyalitĂ€t der Fans auf dem Spiel.