Virtual Reality 2018: Was bleibt nach dem Hype?

2016 sind mit der Oculus Rift, der HTC VIVE und der Playstation VR gleich drei High-End VR-Brillen auf den Markt gekommen. Virtual Reality wird zum Schlagwort des Jahres und ein regelrechter Hype um das neue Medium entsteht. Gerade die Unterhaltungsindustrie sieht großes Potenzial in der Technologie. Den größten Teil der Inhalte machten daher neben Spielen vor allem speziell für VR gedrehte Filme aus. Auch viele Marketing- und Kommunikationsabteilungen entdeckten die virtuelle Realität für sich. Es schien als würde in Zukunft kein Weg mehr an Virtual Reality vorbeiführen.

Hype oder Zukunft?

Zwei Jahre nach der Markteinführung der ersten VR-Headsets zeichnet sich jedoch ein völlig anderes Bild ab. 2018 ist Virtual Reality trotz gefallener Einstiegskosten noch weit davon entfernt den Massenmarkt zu durchdringen. Die Verkaufszahlen bleiben hinter den Erwartungen zurück und in der Film- und Spielebranche ist VR weiterhin nur ein Nischenprodukt. Ist Virtual Reality nach dem anfänglichen Hype schon wieder gescheitert?

Lenkt man den Blick weg vom Endkundenbereich, kann davon nicht die Rede sein. Unternehmen machen bislang gute Erfahrungen mit VR und die Technologie konnte sich in der Industrie etablieren. Von der virtuellen Inbetriebnahme ganzer Anlagen, um Entwicklungszeiten zu verkürzen, bis hin zu Schulungen für die Mitarbeiter, sind die Anwendungsfelder im industriellen Bereich breit gestreut. Laut der repräsentativen Studie „Augmented and Virtual Reality in Operations: A guide for investment“ könnte Virtual Reality in den nächsten drei bis fünf Jahren zum Standard in jedem zweiten Unternehmen werden. Treiber bei der Implementierung sind dabei vor allem China, Frankreich und die USA.

Virtual Reality in der Unternehmenskommunikation

Auch abseits des industriellen Umfelds bietet die virtuelle Realität nach wie vor eine Vielzahl an Möglichkeiten für Unternehmen. Anders als bei anderen Medien, ist der Träger einer VR-Brille vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Ohne Ablenkung, gilt seine gesamte Aufmerksamkeit der virtuellen Welt. Das verspricht ein unmittelbares Erleben mit allen Sinneseindrücken. Durch diese Nähe zum Rezipienten, lassen sich PR-Botschaften hervorragend vermitteln und ein emotionaler Zugang zu Produkten und Dienstleistungen wird geschaffen.

Nach dem anfänglichen Hype ist es 2018 zwar etwas stiller um Virtual Reality geworden, gescheitert oder in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist VR jedoch nicht. Dazu sieht besonders die Industrie und die Unterhaltungsbranche zu viele Vorteile in der Technologie.

*Die repräsentative Studie „Augmented and Virtual Reality in Operations: A guide for investment“ wurde vom Capgemini Research Institute durchgeführt. Befragt wurden dazu mehr als 700 in AR- und VR-Projekte eingebundene Führungskräfte der Automobil-, Fertigungs- und Versorgungsbranche in Deutschland, Frankreich, USA, China, Großbritannien und Skandinavien. Der Erhebungszeitraum war von Mai bis Juni 2018.