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Auf die inneren Werte kommt es an

Gleich zwei meiner Kunden beschäftigen sich derzeit mit einem Thema, das wir sonst nicht jeden Tag auf der Agenda haben: Werte. Konkret geht es um die Frage, was ein Unternehmen und seine Mitarbeiter jenseits von harten wirtschaftlichen Kennzahlen eigentlich ausmacht. Beispielhaft seien hier Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein oder die Offenheit für Veränderungen genannt. Sicher wird niemand widersprechen, wenn man ihn fragt, ob solche Werte auch für sein eigenes Unternehmen zutreffen sollten. Die Aufgabe – und hier kommt die Kommunikation ins Spiel – ist jedoch, Werte in den Köpfen der Beschäftigten präsent zu machen, jedem zu zeigen, dass es das Unternehmen voranbringt, wenn auch die weichen Faktoren gefördert werden, und dass jeder seinen Beitrag dazu leisten kann. Fünf Kernbotschaften ergeben sich aus meiner Sicht:

1)      Werte kann man nicht diktieren. Sie müssen Bestandteil einer lebendigen Unternehmenskultur sein, um glaubhaft zu sein.

Schlussfolgerung: Die Kommunikation der Werte muss in einen Prozess eingebettet werden, der sie im Alltag erlebbar macht.

2)      Werte stammen nicht aus dem Management-Handbuch. Es handelt sich nicht um abstrakte, theoretische Kunstbegriffe.

Schlussfolgerung: Es muss deutlich werden, dass die Werte im Grunde selbstverständlich sind und bereits Bestandteil des Alltags sind.

3)      Werte betreffen jeden. Sie sind nicht nur für Geschäftsführung und Führungskräfte wichtig.

Schlussfolgerung: Die Kommunikation muss alle Hierarchieebenen und alle Bereiche im Unternehmen erreichen und aufzeigen, dass es zum Unternehmenserfolg beiträgt, wenn die Werte von allen gelebt werden.

4)      Werte sind ebenso wichtig wie KPIs. Nur beides im Einklang führt zu Unternehmenserfolg.

Schlussfolgerung: Die Führungskräfte müssen die Philosophie, dass auch weiche Faktoren wichtig und erstrebenswert sind, ihren Mitarbeitern vorleben.

5)      Werte gibt es nur im Gesamtpaket. Es stellt sich nicht die Frage, welcher Wert wichtiger ist als die anderen.

Schlussfolgerung: Bei der Kommunikation gilt es zu zeigen, dass alle im Vorfeld definierten Werte gleichberechtigt zu betrachten sind.

Die gute, alte Mitarbeiterzeitung spielt eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Werten, doch die Kommunikation muss weit darüber hinausgehen. Gemeinsam mit den Kunden arbeiten wir an Maßnahmen, die die Werte noch viel stärker – und nachhaltiger – im Bewusstsein verankern sollen, als es ein Artikel in der Mitarbeiterzeitung kann. Mehr dazu vielleicht bald an dieser Stelle.