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In eigener Sache: Wie Öffentlichkeitsarbeit die Transparenz im demokratischen Diskurs fördert

Mehr Meinungspluralität durch Interessenvertretung

Im Spannungsfeld zwischen Gesellschaft, Wirtschaft, Medien und Politik hat jeder Akteur ein demokratisch legitimiertes Recht darauf, seine Überzeugungen vorzubringen – auch und gerade bei kontroversen Themen. Unterstützung erfährt dabei vor allem die Wirtschaft durch erfahrene Kommunikatoren wie uns.

Aktuelle Erhebungen kommen zu dem Schluss, dass die Überzeugungsarbeit, den die Kommunikationsbranche in diesem Zusammenhang leistet, von breiten Teilen der Öffentlichkeit als negativ betrachtet wird. Oft wird uns dabei moralisch-ethisches Fehlverhalten unterstellt, da es eben zu unserem Beruf gehört, auch jene Interessen mit Nachdruck zu vertreten, die nicht mit der Meinung einer (gefühlten) gesellschaftlichen Mehrheit übereinstimmen.

Ist das unmoralisch? Nein! Jeder hat das Recht, gehört zu werden. Das macht uns zu Treibern im demokratischen Meinungsbildungsprozess und dieser ist richtig und wichtig. Es ist gerade auch eine moralische Verpflichtung unseres Berufsstandes, die Interessen unserer Kunden zu wahren, weil wir damit zur Meinungspluralität im gesellschaftlichen Diskurs beitragen.

Meinungspluralität ist entscheidend für den Fortschritt und die Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft. Durch den offenen Austausch über alle Positionen werden gesellschaftspolitische Kompromisse gefunden, die vielleicht nicht für alle Akteure optimal sind, jedoch oft genug einen gesunden Mittelweg darstellen, der alle Seiten hinreichend berücksichtigt.

Im gesellschaftlichen Spannungsfeld stehen Positionen der Wirtschaft bereits seit drei Jahrzehnten einer gefühlten öko-sozialen Mehrheit gegenüber. Oft handelt es sich hierbei jedoch nicht um die tatsächliche Mehrheit, sondern lediglich um eine sehr laute Minderheit. Meist zieht sich diese im Diskurs auf eine ideologisch oder emotional geprägte Blockadehaltung zurück, während von der Wirtschaft gleichzeitig konkrete Lösungen verlangt werden. Diese erfolgreich zu kommunizieren, verlangt deutlich mehr, als pauschale Kritik zu üben. Hier liegt es an uns, dem bestehenden Ungleichgewicht entgegenzuwirken. Wir erweisen damit nicht nur unserem Kunden einen Dienst, sondern auch der Öffentlichkeit – versetzen wir diese doch in die Lage, sich ein vollständigeres Bild machen zu können. Das ist weder ethisch noch moralisch fragwürdig, sondern ein Beitrag zur Transparenz.

Das beutet natürlich nicht, dass wir blinde Erfüllungsgehilfen sind – wir schulden unseren Kunden eine klare Analyse und strategischen Weitblick. Dabei ist es unerlässlich, nüchtern und sachlich auf Themen und Inhalte zu blicken, um erfolgreich zu kommunizieren – Claqueure sind keine guten Berater.