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Neues aus den Abteilungen – Die Mitarbeiterzeitung oder Totgesagte leben länger

Wenn Meier aus der Finanzabteilung sein 30-jähriges Dienstjubiläum feiert, Produkt X mit einem internationalen Award ausgezeichnet wird und die Azubis mit ihrem Projekt auf der Ausbildungsmesse brillieren, dann haben Sie wahrscheinlich längst via Flurfunk davon gehört – oder im Intranet darüber gelesen. Auch auf Facebook treten immer mehr Firmen direkt mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kontakt. Was Aktualität und Austauschmöglichkeiten betrifft, sind die digitalen Medien ja auch nicht zu übertreffen. Hat die gute alte Mitarbeiterzeitung also ausgedient? Ich finde: nein. Zum einen zugegebenermaßen aus persönlichen Gründen, weil mir die Arbeit an diesem Medium so viel Spaß macht. Man lernt dabei interessante Menschen kennen, die oft ganz neue Einblicke in ihr Unternehmen vermitteln. Schließlich erreichen uns Informationen sonst meist gefiltert über Marketing oder Geschäftsleitung.

Dass eine Mitarbeiterzeitung „lebt“, zeigt sich aber vor allem in ihrer Akzeptanz bei der Belegschaft: Wenn nämlich Mitarbeiter bereit sind, neben dem normalen Arbeitsalltag Zeit und Mühe für „ihre“ Zeitung zu investieren. Sie liefern Fotos und Informationen, schlagen Themen vor oder lesen Texte Korrektur. Nur wenn viele mitmachen, ist eine Mitarbeiterzeitung ein funktionierender Teil der internen Kommunikation und in vielen Produktionsbetrieben gibt es Arbeitsplätze ohne Bildschirm.

Aktuelle Nachrichten und Verlautbarungen sind im Intranet am besten aufgehoben, doch für Hintergrundberichte, Reportagen, Interviews oder Porträts bietet die Mitarbeiterzeitung die ideale Plattform. Das muss nicht zwangsläufig (nur) in gedruckter Form erfolgen. Neue Möglichkeiten wie Online-Magazine bzw. Web-Apps warten darauf, ausprobiert zu werden.

Moder_MZ