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Weshalb Compliance in erster Linie Kommunikation ist

Die Erkenntnis, dass ein wirksames Compliance Management System (CMS) auch für den Mittelstand zwingend erforderlich ist, setzt sich zunehmend durch. So ausgefeilt die Regularien im eigenen Unternehmen aber auch sein mögen, sie verpuffen, wenn sie die Mitarbeiter nicht verstehen und beherzigen. Deshalb sollte die Compliance-Kommunikation nicht allein Unternehmensjuristen überlassen werden, sondern besser auch Kommunikationsexperten und HR einschließen.

Denn es ist auf die stiefmütterliche interne Kommunikation des CMS mittels juristischem Fachvokabular und drögem Frontalunterricht zurückzuführen, dass die Regularien im Unternehmen oft unbekannt sind. 36 Prozent der Befragten – ermittelte unlängst die Studie eines Softwareherstellers – geben an, von Compliance-Richtlinien nichts zu wissen und sich auch nicht daran zu halten. Diese Werte verbessern sich erst dann signifikant, wenn CMS in eine einfache, unmissverständliche Sprache übersetzt und die eigene Unternehmenskultur kritisch hinterfragt wird. Das Vorleben der Rechtstreue auf allen Ebenen ist der Schlüssel. Ein Weg dieses Ziel zu erreichen, kann eine Erhebung sein, die die Innensicht der Mitarbeiter auf die Firma herausarbeitet und als Grundlage für eine systematische Change-Kommunikation fungiert – der erfolgreichere Weg, um Akzeptanz und Bewusstsein für das Compliance Management System schaffen